16. Die Ansichten der Pythagoräer.
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dern es läßt sich sogar der Gedankengang, der einen so aus-gezeichneten Denker auf eine solche Lehre führen mußte, klardarlegen, wie dieß hier im Auszuge aus Gruppe") geschehen mag:»Sowie der mathematische Sinn nur ein wenig ausgebildet ist",sagt dieser treffliche Schriftsteller, „muß sogleich eingesehen werden,daß der Mond eine Kugel ist,' die Lichtphasen zeichnen ihnUns als eine solche. Ist er eine Kugel, ohne dieß eine Kugelvon sehr erheblichem Umfange und Gewichte, so kann er nichtWohl an den Himmel oder an irgend einen ihn tragenden Ringangeheftet sein. Er muß freischschwebend durch eigene Kraft seineBahn vollenden. Dieser freischwebende Himmelskörper bietet unsnun eine Oberfläche, welche der Erdoberfläche ähnlich zu seinscheint; die Alten sprechen von seinen Bergen und Thälern,Spalten und Klüften, die in dem klaren südlichen Himmel auchohne Fernrohr erkannt werden konnten. Entscheidend aber wurdendie Mondfinsternisse, jenes Phänomen, das Thales undAnaximander nicht zu erklären im Stande waren, so daß letztererdeßhalb sogar die schon gefundene richtige Theorie der Sonnen-finsternisse wieder aufgab. Der Mond ist es, welcher bei Ver-finsterung der Sonne vor diese tritt und mit seiner kugelförmigenGestalt einen kreisförmigen Abschnitt in dieselbe hineinzeichnet.Diesen sich fortbewegenden kreisförmige« Abschnitt sehen wir nunauch bei den Mondfinsternissen, und es frägt sich nur, welcherkugelförmige Weltkörper es sei, der sich zwischen Mond undSonne stelle, um auf gleiche Weise die Ursache der Verfinsterungzu werden^. Man mußte das ganze bisherige Weltsystem auf-geben, um sagen zu können: Die Erde; aber so mangelhaft auchunsere Nachrichten sind, so unterliegt es dennoch nach dem obenAngeführten fast keinem Zweifel, daß Pythagoras es wirklichwar, der diesen wichtigen, eine weite Kluft zwischen ihm und
h „O. F. Gruppe, Die kosmischen Systeme der Griechen, Berlin 18b1 in 8."
Ltto Friedrich Gruppe, Professor der Philosophie in Berlin , wurde 1804 zuRanzig geboren.
Vergl. 7.