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Mitte des Ganzen gelassen, sondern diesen Platzeinem andern bessern Gestirne eingeräumt habe, —müssen wir dann nicht die Ueberzeugung gewinnen, daß Plato damals sehr wahrscheinlich nicht nur die Rotation der Erde an-genommen habe, sondern bereits zum heliocentrischen Systeme vor-gedrungen sei. — Ich finde es sogar der ganzen Sachlage ent-sprechend, daß ein so eminenter Mann, dem die um die Erdegelegten concentrischen Sphären gegenüber den mehr und mehrbekannt gewordenen Ungleichheiten in den Bewegungen der Pla-neten später nicht mehr genügen konnten und dessen Standpunktanderseits die im Folgenden zu besprechenden Hülfsgcrüste derMathematiker nicht entsprachen, — der den Versuch von Philolauskannte, durch Entfernung der Erde aus dem Centrum und durchAnnahme ihrer Bewegung um dasselbe ein neues Hülfsmittel zuerwerben, — ja dem muthmaßlich auch so gut als Heraklit,den Einige zum Erfinder derselben machen wollen, die Lehre derEgypter, daß Merkur und Venus sich um die Sonne bewegen,nicht fremd war, — ich finde es ganz natürlich, wiederhole ichnochmals, daß ein solcher Mann znr Annahme des helio-centrischen Systems gelangte; aber auch ganz natürlich,daß er selbst über die Kühnheit seines Gedankens erschrack, undnicht wagte, denselben offener auszusprechen, als es nach denoben angeführten Stellen und Zeugnissen geschah. Fehlte jawenig, daß, als fast ein Jahrhundert später Aristarch vonSamos st den schlummernden Gedanken neu faßte und offen aus-sprach, ein Sturm gegen ihn arrangirt wurde, wie dieß wohldeutlich genug aus folgender Erzählung hervorgeht, die Plutarch steinem gewissen Lucius in den Mund legt: „Hänge uns nur keinenProceß wegen Unglaubens an den Hals, Theuerster", läßt erihn sagen, „wie einst Kleanthes meinte, ganz Griechenland müsseden Samier Aristarch als Religionsverächter, der den heiligenWeltheerd verrücke, vor Gericht laden, weil nämlich der
h Aristarch lebte um 270 v. Chr. — Bergt, für s. Arbeiten auch 51 und 52.
st In s. Schrift „D tsois in orbs lunae."
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