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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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129
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38. Die Instrumente mit Kreistheilung.

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benutzte sein Instrument auch sonst vielfach, namentlich auch zuDistanzmessungen der Planeten von Sternen, und so findet manz. B. unter seinen von Schoner herausgegebenen Beobachtungendie folgende: „1471 Ois 9 Lsptoinbris inuns Nnrs ab Iinmorolloxkro Orionis 210 : 674; a tlapito dsmini imwooll. ot 86ptsntr.210 : 662." Ob sodann er oder sein Schüler Behaim den Ge-danken hatte, daß dieses Instrument auch zur Bestimmung deskürzesten Abstandss eines Gestirns vom Mecreshorizontc oderseiner Höhe, also der Nautik dienlich sein könnte, weiß man nichtbestimmt; dagegen ist es ziemlich sicher, daß Letzterer dasselbe mitsammt den Ephemeriden seines Meisters in der portugiesischenMarine einführte, und es ist in dieser Hinsicht nicht zu über-sehen, daß Nonius bei Anführung dieses Instrumentes Regio-montan und Niemand anders citirt"). — Regiomontan selbstgab seinem Instrumente keinen Namen; später wurde es dagegenauf alle mögliche Weise und namentlich auch als Jakobsstab oderkrnlins n8troiroinion8 bezeichnet, ferner in verschiedener Weisemodisicirt, indem man ihm andere Theilungen gab, — demselbenLängcnstabe bis auf vier Querstäbe verschiedener Länge beiord-nete, für welche auf den vier Seiten des erstern vier verschiedeneScalen angebracht waren, — dasselbe mit Absehen verband rc. 'h.Es blieb, bis sich nach der Mitte des 18. Jahrhunderts derSpiegelsextant nach und nach Bahn brach, das Hauptinstrumentder Seefahrer für Bestimmung von Zeit und Breite.

39. Die Instrumente mit Kreistheilung. Obschon die Altenzu ihren Winkelmessungen meistens Instrumente mit Geradthei-

") In seiner Schrift „Ds rsgulis st mstrumsutis (Opern Lasil. 1366m F-ol. PAG 73/4)." — Die noch bei Peschel in s. „Geschichte der Erdkunde"vorkommende Angabe, es habe Vasco de Gama den Jakobsstäb bei arabischenJndienfahrern in Gebrauch gefunden und sodann 1499 nach Europa gebracht,beruht, wie Brcnsing schlagend nachgewiesen hat, auf einem Mißverständnisse.

So wurde z. B. nach Dechales (eursus matlismatieus. 2. sä. II 8),ber das Instrument „Orux ßsomstriea, guam balistam nonnulli, stii 11a-Vulnlli äaeob nominaut" mittelst eines Hülfsquadranten des Radius Vs OvCotangenten aufgetragen und den erhaltenen Thcilstrichen die doppelten Winkelbeigeschrieben.

Wolf, Astronomie. . 7 0