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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
Entstehung
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149
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44. Die Bestimmung der Polhöhe.

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schlössen daraus, mit Rücksicht auf die Jahreszeit, welche Stundeetwa eingetreten sei.

44. Die Bestimmung der Polhöhr. Die Polhöhe wurdevon den alten Astronomen fast ausschließlich, ja noch bis indas 17. und 18. Jahrhundert hinauf wenigstens sehr häufig mitdeni Gnomone bestimmt, — anfänglich meistens durch Com-bination der beiden Solstitialhöhen der Sonnest, später mitBenutzung ihrer Declination aus einer einzelnen Mittagshöhe.Immerhin kamen zuweilen auch andere Methoden in Anwendung:So bestimmte nach dem Zeugnisse von Hipp arch sein VorgängerEudoxus „die Neigung des Himmels", indem er, ohne Zweifeldurch Beobachtung der Dauer des längsten Tages mit Hülfeeiner Wasseruhr, das Verhältniß der Segmente des vom Horizontegetheilten Wendekreises ermittelte st. So führt AboulHhassanin seiner mehrerwähnten Schrift bereits die noch in neuerer Zeitbeliebte Methode an, die beiden Culminationshöhen eines Circum-polarsterncs zu messen und die Polhöhe gleich ihrem Mittel zusetzen. Aber, abgesehen von der früheren Mangelhaftigkeit derMittel für Zeit- und Höhenmessung, konnten, um von der zwei-ten der erwähnten Methoden nicht einmal zu sprechen, auch dieerste und dritte aus leicht angebbaren Gründen damals nochkeine zuverlässigen Resultate ergeben. Die mit dem Gnomongefundenen Polhöhen fielen nämlich in der Regel zu klein aus,weil die Sonnenhöhe aus zwei Gründen meistens zu groß ange-setzt wurde: Einerseits wurde nämlich bei dem gewöhnlichenGnomon das Ende des Schattens, das nach der Theorie demvon dem Sonneneentrum kommenden Strahle entsprechen sollte,in Folge des schwachen und verschwommenen Halbschattens immerzu nahe an den Fußpunkt des Stabes gesetzt, welchem allerdingszuweilen st dadurch ansgewichcn wurde, daß man die Spitze des

st Bergt 37.

2) Er soll das Verhältniß ü : 3 gefunden haben, was mit einer Polhöhevon 41«, wie sie Kyzikos zukommen soll, ganz gut übereinstimmt.

st Vergl. 37.