55. Die Planeten.
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realen Kenntnisse. Um so sreiern Lauf ließen sie ihrer Phantasie,und es ist ganz bemerkenswert^ wie schon zur Zeit von Plutarchstmanche gesunde Idee auftaucht. Wenn man z. B. liest: „Dochden Mond sichert vor dem Fallen schon seine eigene Bewegungund die reißende Geschwindigkeit seines Umlaufes, wie das, wasauf eine Schleuder gelegt wird, durch den raschen Umschwunggehindert wird, herabzufallen; denn jeden Körper trägt seinenatürliche Bewegung, so lang er nicht durch eine andere Kraftaus seiner Richtung gebracht wird. Deßwegen zieht auch denMond seine Schwere nicht abwärts, weil der Umschwung seineNeigung zu fallen aufhebt," — oder wieder bei Discussion derBewohnbarkeit des Mondes, welche damals schon von Vielenwegen muthmaßlichen Mangels von Luft und Wasser, wegen demin Einem Jahre zwölfmal eintretenden Sommer, rc. bezweifeltwurde, aussprechen hört: „Wer verlangt, daß für die Geschöpfeim Monde dieselben Mittel zu ihrer Erhaltung vorhanden seinmüßten, wie auf der Erde, der scheint die großen Ungleichheitenin der Natur ganz übersehen zu haben, wonach sich noch größereund zahlreichere Unterschiede zwischen den lebenden Wesen unter-einander, als zwischen dem Lebenden und Leblosen finden," —und dergleichen, so fühlt man sich der Neuzeit so nahe gerückt,daß man kaum begreifen kann, wie sie so lange auf sich wartenließ. Aber es ist Thatsache, daß an anderthalb tausend Jahredie Kenntniß unsers Nachbars stationär blieb, und der einzigegegen das Ende unseres Zeitraumes auftretende Fortschritt darinbestand, daß das Sichtbarwerden der Nachtseite vor und nachNeumond, sei es schon durch Leonardo da Vinci , sei es erstdurch Müstlin, bemerkt und wie in neuerer Zeit durch einenGegenschein der Erde erklärt wurde.
55. Die Planeten. An den Planeten konnten natürlich dieAlten außer ihren Bewegungsverhältnissen nur den verschiedenenGlanz und die etwas verschiedene Färbung bemerken, und es
st Bergt, dessen mehrerwölmte Schrift „Bon dem Gesichte im Monde".