202 4. Capitel . Die ältesten Schriftsteller nnd ihre Herausgeber.
gar nicht mehr gesehen werden könnte, vvn Letzterem oder vonKleomedes herrührt, mag unentschieden bleiben. — Anhangsweisemögen nvch einige Ausgaben nnd Uebersetzungen früher erwähnterSchriften angeführt werden: Das Lehrgedicht von Äratns wurdevielfach übersetzt und sehr häufig cvmmentirt; so schrieb z. B.Achilles Tatins oder Stativs, der nach den Einen um 300vor, nach den Andern um 300 nach Chr. lebte, eine „Isagogsin J.iati pllasnoinong/fi die aber ziemlich unbedeutend sein soll.Nach Erfindung der Buchdruckerkunst wurde es vielfach aufgelegt,so schon 1499, gleichzeitig mit den Schriften von Manilius , Fir-mieus etc. zu Venedig, dann wieder 1523 zu Basel durch JakobWiesendanger , genannt Ceporinusfi, unter Beifügung vonSchollen, u. s. f. Als eine der besten Originalausgaben gilt die-jenige, welche Buhle 1793 bis 1801 zu Heidelberg unter Bei-gabe lateinischer Uebersetzung in zwei Oetavbänden gab. Einedeutsche Uebersetzung in Versen gab Voß 1824 zu Heidelberg heraus. — Das Lehrgedicht von Manilius gab zuerst Regio-montan s. a. ot l. swahrscheinlich aber 1472) heraus, amSchlüsse beifügend: „Ox «Meinst, lloanum cks Uegiomonte llalli-tuntisin Unreinllergü?. Eine französische Uebersetzung hatte man1786 Pingre zu verdanken. — Hyginus erschien schon 1488,durch Erhard Natdolt aufgelegt, zu Venedig und später noch sehrhäufig, sogar schon 1491 zu Augsburg in deutscher Uebersetzung,welche die Bibliothek in Pnlkowa besitzt. — Von Eratosthenes „Latastermini", die schon I. Fell 1672 zu Oxford einer Aus-gabe Vvn Aratns angehängt hatte, gab Schaubach 1795 zuGöttingcu eine gute Ausgabe; ob dieselben aber wirklich vonEratosthenes geschrieben sind, ist, wie schon erwähnt, unsicher. —Die Schrift „Lxllaeilooimin liliri tr68" des Theodosius gab
Ceporinus wurde 14V!) zu Dynhard im Cantou Zürich einem Ziegel-brenner geboren uud erst im 18. Jahre von dem dortigen Pfarrer etwas unter-richtet; dann aber machte er in Wien , Jngolstadt >c. in Sprachen und Mathe-matik rasche Fortschritte, wurde von Cratander in Basel mit Herausgabe grie-chischer Autoren betraut, endlich 15>2ö von Zwingli als Pros. der alten Sprachennach Zürich berufen, wo er noch im gleichen Jahre allgemein betrauert starb.