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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
Entstehung
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319
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100. MariuS, Harriot , Scheiuer und Cysat. 3 10

London, bald auf dessen Besitzung Petworth in Sussex, bis zuseinem 1621 in London erfolgten Tode, sich in erfolgreichsterWeise mit den verschiedensten wissenschaftlichen Arbeiten beschäf-tigend. Früher fast nur durch seine posthum 1631 zu London erschienene ,,4rti8 anal^tioas praxio, rul asgnationss algobrnioasnova oxxoäita 6t gsnorali instliocko, itzsolvsnäas" als großerAnalytiker bekannt, weiß man, seitdem Zach 1784 seine Manu-skripte in Petworth-Castle entdeckt hat, daß er auch Physiker undAstronom war, und zu den ersten gehörte, welche die Sonnen-flecken und Jupitersmonde konsequent verfolgten'). — ChristophSch einer wurde 1575 zu Walda bei Mindelheim in Schwaben geboren, trat frühe in den Jesuitenorden, wurde Professor derhebräischen Sprache und Mathematik zu Freiburg im Breisgau,stand von 1610 bis 1616 in gleicher Eigenschaft an der hohenSchule zu Jngolstadt, lehrte darauf einige Jahre in Rom , undführte schließlich bis zu seinem 1650 erfolgten Tode das Rectoratdes Jesuitencollegiums zu Neisse in Schlesien. Schon früherdurch die etwa 1603 von ihm gemachte Erfindung des Storch-schnabels bekannt geworden °), hat er seinen Namen vorzugsweisedurch seine wichtigen Arbeiten über die Sonnenflecken und dannallerdings auch durch seine betreffenden unerquicklichen Streitig-keiten mit Galilei in die Geschichte der Astronomie eingetragen").— Johann Baptist Cysat endlich wurde 1586 zu Luzern dembekannten Stadtschreiber und Jesuitenfreunde Rennward Cysatgeboren, trat frühe in den Jesuitenorden ein, und zog 1604 „andfrömde""'). Im Frühjahr 1611 finden wir ihn, als StudiosusTheologiae und Schüler Scheiner's, als Zeuge von dessen erster

y Bergt. Zach's Berichte in Bodc's Jahrbuch auf 1788 und 1794; auchden ersten Supplemcntband zu Bode und Band 8 der Monatl. Corresp.,sowie 128 und 131.

y Er beschrieb denselben nachmals in einer eigenen Schrift ^kantograpkiosssu arg äslinsanäi rss gus.8 übst per parallstoArammum linsars 8sucavum, meebauieiim, mobils. Hamas 1631 in 4."

Vergl. 128 und 84.

'0) Bergl. Bd. I xaz. 103—118 meiner Biographien.