IN). Die Bestimmung der Breite.
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desselben für Meßinstrumente gewann sodann die Beobachtungder Elongationen natürlich sofort eine viel größere praktische Be-deutung.
119. Die Bestimmung der Breite. Noch im 16. und bis
in das 17. Jahrhundert hinein wurde die Polhöhe meistens mitdem Gnomone bestimmt, dessen Schattenlänge nahezu dem obernSonnenrande entsprach, so daß, auch abgesehen von der meistvernachlässigten Resractivn, schon aus diesem Grunde eine bis aufca. 15' zu große Sonnenhöhe und damit ^) eine um ebenso viel zukleine Polhöhe erhalten wurde. Immerhin waren einige Polhöhennicht übel bestimmt: So gab Sebastian Münster 1544 für Basel4?o ZO' (statt 33') und für Zürich 47 0 24' (statt 23'), —Apian, muthmaßlich nach eigenen Beobachtungen °), für Leipzig 51° 24' (statt 20') und für Jngolstadt 48" 42' (statt 46') — rc.;aber man wußte nicht recht, welche gut sein möchten und in denVerzeichnissen waren gute lind schlechte Angaben kritiklos durch-einander geworfen, so daß z. B. bei Apian Basel mit 47° 10'(statt 33'), Bern mit 46° 25' (statt 57'), Genf mit 44° 50'(statt 46° 12') und Zürich mit 46° 28' (statt 47° 23') vor-kommt, — daß noch Bartsch in seinem 1624 publicirten „klarü-spüuorinra stollutum" zwar „Mguruin Lolvstiao" unter 47 ° 22',aber daneben auch „Aüriob Holvstius" unter 47° 9' aufführt, —ja noch der 1635 verstorbene Tübinger Professor WilhelmSchickard ^) in seiner 1669 posthum herausgekommenen Schrift„Landtaseln auf rechten Grund zu machen" bitter klagt, daß dieverschiedenen Angaben für einzelne Orte oft bei 1 ° differiren „soman mit eim angespitzten Pfal genauer treffen sollte", und z. B.speciell Basel mit den Worten anführt: „So hat Basel 47° 30'bey dem Pitisco, bey Metio 38', Specklin 40', in newen lubulis6allig,8 45 ', in Rudolphinischen gar 54', differenz thut §° undist ein großes Wunder, daß man von einer so Namhaften Aca-
y Wegen —90"-p-4—b.
h In seiner Cosmographic: Holland. Ausgabe von Gemma-Frisins.