134. Die ersten Cometenthcorien.
409
obachtete neben Kcpler, Snellius rc. ganz besonders deruns schon bekannte Joh. Baptist Cysat vonLnzern, der damalsals Professor der Mathematik in Jngolstadt stand, und sich da-bei zugleich das Verdienst erwarb, das neu erfundene Fernrohrbei ihm nutzbar zu machen, so daß seine 1619 zu Jngolstadt er-schienene Schrift „Nntllsinntn Astronomien äs loeo, motn,mngnitnäins st onusis Oomstns gut 1618—1619 in eosloknlsit" mit Recht zu den wichtigsten Cometenschriften früherer Zeitgezahlt wird'"). Die Cometcn von 1652, 1661, 1664, 1665,1672, 1677, 1680, 1682 und 1683 endlich beobachtete nament-lich Hevel mit großem Fleiße; doch sind z. B. für denjenigenvon 1664, bei welchem zum ersten Mal auch zur Ortsbestim-mung das Fernrohr Verwendung fand, noch Huygens undAuz out als Beobachter zu nennen, — für denjenigen von 1677Flamsteed, Picard, Cassini, Römer rc., — für den-jenigen von 1680 neben Gottfried Kirch als Entdecker, Flam-lteed, Newton, Dörfel, Picard, Bernoulli rc.,— fürdenjenigen von 1682 Picard, Flamsteed rc., — u. s. f.
134. Die ersten Cometentheorien. Nachdem diese eigen-thümliche Gruppe von Himmelskörpern Jahrhunderte lang kaumernstlich beachtet, dann von Regiomontan und Apian hin-weg wenigstens fleißig beobachtet worden war'), sing es endlichauch für sie an zu tagen: Zuerst wiesen Tycho Brahe undÄepler aus der kleinen Parallaxe der Cometen^) nach, daß sieweiter von uns abstehen als der Mond, und hierdurch waren sieplötzlich aus der Erniedrigung errettet, in welcher sie unverdienterWeise seit Aristoteles gestanden hatten; denn damals hieltman noch Alles, was unterhalb des Mondes stand, für irdischund vergänglich, — nur was oberhalb stand, für himmlisch unddauernd. — Die nothwendige Folge war, daß man nun auch
'"1 Hier mag auch die Schrift ,0V. 8ns11u vsseriptio Oomstas 1618.^eesssit 0. Itotlimamü Dsscriiitia Oomstss 158.'». ImZä. Hat. 1619 iu 4."Erwähnung finden.