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tischer Seite ist die Aberration durch Wilhelm Klinkerfues ")in seiner 1867 zu Leipzig erschienenen Schrift „Die Aberrationder Fixsterne nach der Wellentheoriech und von Professor E.Ketteler in Bonn in seiner daselbst 1873 ausgegebenen Schrift„Astronomische Undulationsthcorie" neuer Untersuchung unter-worfen worden. — Ebenso ist die Geschwindigkeit des Lichtesseit Römer wiederholt bestimmt worden: So fand z. B. De-lambre aus etwa 1000 Verfinsterungen des ersten Jupiter-trabanten. daß das Licht 493°,2 brauche, um die mittlere Distanzder Sonne von der Erde zu durchlaufen, — W. Struve aberaus den Abcrrationserscheinungen 497°,8^). — Außerdem ist dieseGeschwindigkeit auch auf physikalischem Wege zu ermitteln ge-lungen: So fand Fizeau '") 1849 in Ausführung eines Ver-suches, welchen Ärago vorbereitete, aber wegen Erblindung nichtmehr selbst vornehmen konnte, mit zwei Fernrohren und einemZahnrade für dieselbe 42200 Meilen, — Foneault aber 1862mit sieben Spiegeln und einem Mikroskope 40245 Meilen.Letztere Bestimmung kömmt mit einer Sonnenparallaxe von 8",86zusammen, d. h. nahe mit dem Werthe, der in der neuern Zeitdurch verschiedene Beobachtungen und theoretische Untersuchungensich als wahrscheinlich richtig herausgestellt hat, und muthmaßlichauch aus den letzten Venusdurchgängen hervorgehen wird").
165. Tobias Mayer . Neben Bradley machte sich um dieMitte des vorigen Jahrhunderts ganz besonders Tobias Mayer um die praktische Astronomie verdient, und man darf wohl be-haupten, daß er ihn unter gleich günstigen Verhältnissen undnamentlich bei nicht gar so kurzem Leben erreicht, ja vielleicht
kowa) unter dein ^itel „Bestimmung dcr Mutation der Erdachse" ebenfalls inden Petersburger Memoiren veröffentlichte.
") Zu Hofgeismar in Hessen 1827 geboren, jetzt Director der Sternwartezu Göttingen .
Ueber die wegen Erklärung dieses Unterschiedes zwischen Hock undUlinkersues entstandenen Controversen vergl. Astr. Nachr. ION!» u. f.
Hippolyte Louis Fizcau, 1819 zu Paris geboren.
Vergl. 102 und namentlich 231—212.