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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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550
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9. Capitc!. Die allgemeine Gravitation.

hatte in Folge der totalen Finsterniß von 1868 VII118 denselbenGedanken, und sah bereits an dem ihr folgenden Tage in seinemSpektroskope eine Protnberanz aufblitzen; aber seine Mittheilungan die ^enätzmis cks8 8cÜ6ium8 kam erst einige Tage nach derbetreffenden Note von Lockyer an, so daß sie ganz unabhängigvon einander sind, während also Lockyer entschieden den erstenGedanken hatte. — Was noch Alles von der Spektroskopie undihrer Verbindung mit dein Doppler'schen Principe, nach welchemdie Farbenvcrschiedenheiten und namentlich die Farbenwechsel derGestirne aus Bcwegungserscheinungcn zurückzuführen wären, zuerwarten ist, läßt sich kaum bestimmen, — man müßte denn denprophetischen Geist des cbengenannten Physikers besitzen, dessenznm Schlüsse hier noch einläßlich gedacht werden mag: Zu.Salzburg 1803 einem Steimnetzmcister geboren, sollte ChristianDoppler erst Kaufmann werden, schwang sich aber durch auf-reibende Thätigkeit znm Gelehrten und Professor auf; als erjedoch eben in der Stellung eines Directors des neu errichtetenphysikalischen Institutes der Wiener Universität die lange ge-wünschten Hülfsmittel reichlich erhalten hatte, machte ihm 1853ein Lnngcnleidcn in Venedig , wo er Heilung suchte, ein vor-srühes Ende, — es bewahrheitete sich leider an ihm wieder einmalHebbcl's „Erst fehlt der Wein, dann fehlt der Becher". Wie weitseine Gedanken reichten, zeigt uns seine 1847 in den Schriftender böhmischen Gesellschaft publicirte Abhandlung: „Gedankenüber die Möglichkeit die absoluten Entfernungen und absolutenDurchmesser der Fixsterne auf rein optischem Wege zu bestimmen",in welcher er n. A. mit wunderbarer Divination aussprach:„Kein anderes Band, soweit wenigstens unsere jetzige Kenntnißreicht, verbindet uns Erdenbürger mit jenen unermeßlich weitentfernten Himmelskörpern, wie das Licht, das sie uns zusenden,und unsere Wahl ist demnach nichts weniger als zweifelhaft.Es scheint mir aber, als ob man bisher diesem für uns so hoch-wichtigen Umstand nur eine geringe Aufmerksamkeit geschenkt hätte;denn Alles, was mir in dieser Beziehung bekannt geworden ist, be-