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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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564
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564 10 . Capitel . Die neuere Beobachtungsknnst.

zu Regensburg geborene Georg Friedrich Brander , 1734 zuAugsburg eine erste größere mechanische Werkstätte, welche er,inspirirt durch regen Verkehr mit Lambert, und später durchseinen wackern Schüler und Tochtermann Christoph CasparHöschel bestens unterstützt, bis zu seinem 1783 erfolgten Todeausgezeichnet fortführte, so daß man jetzt noch viele seinerArbeiten, namentlich feine Theilungen auf Glas förmlich be-wundern muß. Noch gelang es Höschel eine Reihe von Jahrenden Ruf der Brander'schen Firma zu bewahren; aber im An-fange des gegenwärtigen Jahrhunderts erbleichte er sodann vordemjenigen des mechanisch-optischen Institutes, welches damals,auf Veranlassung des frühern helvetischen Bergbaudireetors Joh.Samuel Grüner von Bern, in München und Benedietbcurenim Jahre 1804 durch den Artillerieoffizier Georg von Reichen-bach aus Durlach "), den Uhrmacher Joseph Lieb Herr ausJmmenstadt'), und den Staatsbeamten Joseph von Utzschneider aus Rieden in Ober-bayern "), gegründet wurde. Letzteres Institut,für welches dann bald auch noch der ausgezeichnete JosephFrannhvser gewonnen wurde und über dessen Leistungen diefolgenden Nummern einläßlich zu berichten haben werden, zerfiel1814 in seine noch bestehenden zwei Haupttheiie: Der mechanischeTheil wurde durch Reichenbach und nach dessen 1826 er-folgtem Tode durch seinen Schüler Traugvtt Lebrecht Crtel ausForchheim in Sachsen , dem sodann wieder von 1858 hinwegseine Söhne Georg und Gustav folgten, selbstständig fortgeführt,— der optische Theil durch Utzschneider und Fraunhofer,für welch Letzter» nach seinem ebenfalls schon 1826 erfolgtenTode Franz Joseph Mahler aus Staufen im Allgau undGeorg Merz von Vichl bei Benedietbcuren die Leitung über-nahmen"), die dann nach dem Tode der alten Herren in dio

") Geboren 1772.

h Geboren 1707 und 1840 zu München verstorben.

ch Geboren 1701 nnd 1840 zu München verstorben.

-) Mahler lebte von 1795—1845, Merz von 1793—1807.