225. Die Bestimmung der Länge des Sekundenpeudels.
« 2 !»
Jos. Jakob Bacher") auf dm Gedanken, es müßte diesesMaterial bei ctwclchcr Ergänzung und Ausgleichung sich inwerthvoller Weise zur Vergleichung eines erheblichen Theiles derErde mit dem reinen Rotationsellipsoide verwenden lassen, undes gelang ihm wirklich, die verschiedenen Staaten für ein solchesUnternehmen zu gewinnen und eine dasselbe leitende inter-nationale Commission ins Leben zu rufen. Die Arbeitet: sindseit einigen Jahren im besten Gange und versprechen binnennicht sehr langer Zeit wcrthvolle Resultate abzuwerfen, — obunter Anderm ähnliche, nne solche von Gottfried Schweizer'"),der in seinen 1863/4 veröffentlichten „Untersuchungen über diein der Nähe von Moskau stattfindende Localattraetion" mitEvidenz eine Erdhöhle von großen Dimensionen nachweisenkonnte, erhalten wurden, wird die Zeit lehren. Die Fortschrittedieser neuen Messungen ergeben sich am besten ans den „General-berichten", welche das unter Leitung von Bacher in Berlin ge-gründete „Centralbureau der Europäischen Gradmessung" jährlichausgibt.
225. Die Bestimmung der Länge des Sekundenpeudels.
Nach den bereits erwähnten bezüglichen Arbeiten der Hnhgens,Bougncr, La Cvndamine, Borda, Bivt, rc. machten sich inder neuern Zeit besonders Kater'), Sabine und Bcssel umdie Pendelmessungen und die dafür dienenden Apparate, —Schmidt und Ponillet") um die Berechnung der erhaltenenResultate verdient. — Die von Besscl zu Berlin 1828 und1837 publieirten Schriften „Untersuchungen über die Länge des
") Freund und Mitarbeiter von Bessel, 17!>4 zu Müggelheim bei Köpenikgeboren.
ch Vergl. 250.
h Henry Kater, 1777 zu Bristol geboren und 1885 zu London verstor-ben, nachdem er viele Jahre in Indien unter Lambton an den Bermessnngengearbeitet hatte.
h Claude Servais Matthias Ponillct, 17!>l zu Cusance geboren, bio zuseiner Eidverweigerung im Jahre 1851 Professor der Physik in Paris , wo er1808 starb.