229. Die Expedition von Richer.
ebenfalls auf 5,56 reduciren würde. Es scheint also dieses Ele-ment bereits mit aller wünschbaren Sicherheit ermittelt zn sein.
229. Die Expedition von Richer. Unter den durch diebessern Erdmessungen und Ortsbestimmungen ermöglichten Expe-ditionen zur Bestimmung der Parallaxe aus einer auf der Erdegewählten großen Basis ist diejenige von 1671 die Aelteste: Indiesem Jahre wurde nämlich Jean Rieh erst von der PariserAcadcmie nach Cahennc beordert, um dort die Mars-Oppositionvom Herbst 1672 zu verfolgen, während Dominique Cassini in Paris die correspondirenden Beobachtungen besorgen sollte.— Richer verreiste im October 1671 von Paris , — schifftesich 1672 II 8 zu La Röchelte mit einem Gehülfen, NamensMeurisse, ein, — langte in Cayenne IV 27 an, — ließ sich vonden Wilden daselbst ein kleines Observatorium bauen, das nachdort üblicher Baueonstruction Wandungen aus Baumrinde undein Dach von Palmenblüttcrn hatte, und begann dann V 12mit Eifer seine Beobachtungen, durch welche, als durch die erstenPräcisionsmessungen in der Neuen Welt, damals gewissermaßenvon ihr durch die Wissenschaft Besitz genommen wurde. Nachder von Pieard erhaltenen Jnstruetion, begnügte er sich nichtdamit von 1672 VII 28—XI 29 an jedem schönen Tage mitseinem Octanten die Meridianhöhc des Mars zn messen, sondernbeobachtete während seines ganzen Aufenthaltes bis 1673 V 25zahlreiche Culminationshöhcn und -Zeiten von Fix- und Wandel-sternen, bestimmte die Länge des Sekundcnpendels, die Declinationund Jnelination der Magnetnadel, beobachtete die Erscheinungender Ebbe und Fluth, der Dämmerung, rc., n. — Als Richergegen Ende 1673 nach Paris zurückkehrte, wurde er ge-feiert, und die „Omtoirs clo I'Vomloinio" dieses Jahres findetkaum Worte genug, um die Genauigkeit und Reichhaltigkeit dervon ihm erhobenen Thatsachen hervorzuheben. So liest manz. B. in derselben: „On attsinlait lo rstonr clo V. Liolisr
>) Bergt Nil.