<>08
11. Capital. Der Bciu des Himmels.
interessante Notiz in sich birgt, allerdings der daraus verwandtenMühe nicht; die Aufgabe, welche er darin zu lösen versucht,nämlich eine Reihe von Mondlandschaften so darzustellen, daßman in späterer Zeit durch Vergleichung mit seinen Zeichnungenallfällige Veränderungen auf der Mondoberfläche constatirenkönne, war für ihn offenbar noch zu schwierig, — und es könnteein hierauf bezüglicher Tadel nicht ganz ungerechtfertigt er-scheinen, nur sollte er nicht von einem Manne ausgehen, der sichbei seinen Untersuchungen über die Fixstcrnsysteme selbst eine Auf-gabe stellte, der er nicht gewachsen war. — In der neuern Zeitbefaßte sich Wilhelm Gotthelf Lohrmannmit so viel Geschick-lichkeit mit der Topographie des Mondes, daß man, namentlichim Interesse der damaligen Zeit, sehr bedauern muß von seiner1824 zu Dresden begonnenen Publication „Topographie dersichtbaren Mondoberflächc" nur eme erste Abtheilung erhaltenZu habenft. — Nach Lohrmanu machten sich sodann besondersWilhelm Beerch und Joh. Heinrich Mädler um die Kenntnißdes Mondes verdient: Sie sammelten nämlich in ca. 600 Nacht-wachen ein so reiches Material, daß sie 1834 zu Berlin eineVollständige „Naxpa sslonograxbiLa" von drei Fuß Durchmesserherausgeben konnten, welche den Mond bei 300facher Vergröße-rung zeigt, und nach Bessel ungefähr ebensoviel Detail gibt, alseine auf einem Quartblatte construirte Karte von Frankreich ent-halten könnte. Ueberdieß bestimmten sie, wie ein der Karte 1837nachgesandter Text „Der Mond nach seinen cosmischen und
0 Zu Dresden 1796 geboren, stand Wilhelm Gotthclf Lohrmanu zuerstals Camernl-Bcrmessnngs-Jnspector, dann von 1827 an bis zu seinem 1810erfolgten Tode als Oberinspektor des mathematischen Salons, in seiner Vaterstadt.
h In der allernencsten Zeit soll Schmidt sich das Verdienst erworbenhaben den Rest auch noch zu pnbliciren.
Zu Berlin 1797 geboren und ebendaselbst 1850 gestorben, kaufte dieserreiche Banquier die von Pastorff besessenen Instrumente, richtete sich im Thier-garten eine kleine Sternwarte ein, und beobachtete auf dieser etwa von 1828hinweg mit Mädler, den er sich zum Gehülfen gewonnen hatte, bis zu dessen1810 erfolgten! Abgänge nach Dorpat .