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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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238. Die alten Planeten.

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stellungen in den magnetischen Variationen eine dem Mondtageentsprechende Periode mit Sicherheit nachgewiesen worden ist. —Schließlich mag noch bemerkt werden, daß, nach den Unter-suchungen von Huggins und andern Spektroskopikern, dasSpectrum des Mondes ganz identisch mit dem der Sonne ist,und daß anderseits das Spectrum eines Sternes im Augenblickeseiner Bedeckung durch den Mond total verschwindet, ohne daßes vorher im mindesten alterirt worden wäre: Es ist also Wohldefinitiv anzunehmen, daß der Mond keine irgend merkliche Atmo-sphäre besitzt, — wie dieß schon früher aus dem Mangel vonDämmernugs- und Refractions - Erscheinungen geschlossen wor-den war.

238. Die alten Planeten. Bei Merkur und Venus wiesschon der fleißige Schroter Berge und Atmosphären nach, undsetzte bei Ersterem die vor ihm noch gar nicht ermittelte Rotations-dauer zu 2äA 5'" fest, während er bei Venus Cassini's Bestim-mung von 23 ^ 15"* auf 23^ 21^ 19° erhöhte und diejenigeBianchini'sU) definitiv als irrthümlich erwies; auch das, schonvon Gottfried Kirch , Derham, w. zuweilen bemerkte Auf-leuchten eines phoSphorischcn Lichtes auf der Nachtseite derVenus wurde durch Schrvter und seinen Gehülfen Hardingwiederholt gesehen, ja überhaupt hat man fast Alles, was manvon der Beschaffenheit der beiden innern Planeten weiß, denLilicnthaler Beobachtungen zu verdanken, und die spätern de Vico,Mädler, Engclmann, rc. hatten so ziemlich nur zu bestätigen,was schon vor ihnen gefunden war. Vergleiche darüber die vonSchrvter 1793 zu Erfurt herausgegebenen „Beobachtungen überdie Gebirge und die Rotation der Venus ", ganz besonders abertheils die von ihm 1796 zu Helmstcdt aufgelegte Schrift:„Aphroditographische Fragmente zur genauern Kenntniß desPlaneten Venus", zu welcher er noch 1811 zu Göttingen mitseinen „Beobachtungen des großen Kometen von 1807", einen

h Vergl. 130.