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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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251. Die Kometen-Beobachter und -Berechnen

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ist noch zu erwähnen, daß während einiger Zeit versucht wurdeden Eifer im Kometensuchen theils dadurch zu beleben, daß demersten Entdecker eines Kometen Preise oder Medaillen zuertheiltwurden, theils dadurch, daß sein Name zur Bezeichnung desKometen diente; in der neuesten Zeit sind dagegen bei dem immerallgemeineren wissenschaftlichen Eifer solche Auszeichnungen fastunnöthig geworden, und auch zur Bezeichnung bricht sich, nachBeseitigung verschiedener anderer Vorschläge'), immer mehr undmehr die Uebung Bahn, den in demselben Jahre entdecktenKometen einfach Ordnungsnummern in Beziehung auf den Durch-gang durch das Perihel beizulegen.

251. Die Kometen-Beobachter und -Berechner. Als eifrigeund umsichtige Kometen-Beobachter, die auch die physische Be-schaffenheit dieser merkwürdigen Körper in das Bereich ihrerUntersuchungen zogen, zeichneten sich um die Mitte des vorigenJahrhunderts besonders Heinstus und Loys de Cheseaux aus:Zu Naumburg 1709 geboren, studirte Gottfried Heinsius zuLeipzig anfänglich die Rechtswissenschaften, widmete sich aberdann bald ausschließlich der Mathematik, für welche er schonvon Kindheit an große Vorliebe gehegt hatte. Im Jahre 1736erhielt er einen Ruf nach Petersburg als Academiker und Ad-junct von Jos. Nie. Delisle, unter dessen Leitung er neben Kraftund Tiedcmann aus der Sternwarte arbeitete. Der am 9 Decem-ber 1743 durch Klinkend erg zu Hartem zuerst gesehene, und

gegen Pasquich schleuderte, wurde dagegen vonEncke, Bessel, Olbers undGauß als unrichtig erwiesen (B. die Astron. Nachr. und voraus die Corresp.Gauß-Schumachcr I 363—395); dagegen wurde Pasquich nur vom Betrugfreigesprochen, — große, auf Ungeschick oder gar Unwissenheit beruhende Blößenhatte er sich in seinen Rechnungen gegeben.

h Nach „Fleischhauer, Bolksstcrnknude. Darmstadt 1844 in 8" legteZach versuchsweise den Kometen in ähnlicher Weise Namen bei, wie cs Ricciolibei den Mondbcrgen gemacht hatte. So wollte er den Hallcy'schen KometenPtolemüus heißen, und zwar bei seinen verschiedenen Erscheinungen Ptole-mäus V, Ptolemüus VI, rc.; 1556 hieß er Palamedes, 1680 Pythago-ras, 1769 Plato, 1773 Hypsikles, 1811 I Julius Caesar , 1812Abuljeda, ; sein Vorschlag wurde aber nicht angenommen.

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