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Geschichte der Astronomie / von Rudolf Wolf
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270. Lalande und seine Schriften.

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ein Supplement unter dem Titel „Der aufrichtige Astronomus"folgen; G. F. Kvrdenbusch gab sodann 1771—74 eine Neu-auflage des Ganzen in vier Quartbänden. — Jacques Cafsinipublicirte 1740 zu Paris in zwei Quartbänden „Llsinsus-ci'J.8tronoini6 at tablss astronoiniqsuss". — Roger Long be-gann 1742 in Cambridge eine ,,^8tronorn^ in live doolr^herauszugeben, welche nach Lalande in England sehr geschätztwurde; nichtsdestoweniger ließ Long bis 1764 auf den zweitenBand warten, und der Schlußband erschien sogar erst 1784posthum"). — Lacaille gab 1746 zu Paris sehr reichhaltige„liisqons ÄsnrsntnirW ck'a8troiroiui6 plrz^chus st Asoinatrigns"heraus, die später noch mehrmals aufgelegt wurden, so noch1779 mit Noten von Lalande, — auch 1757 zu Wien durchC. Scherfer eine lateinische Ausgabe erhielten. — Einer ent-sprechenden Leistung von Weidler endlich wird bei Anlaß vondessen übrigen Schriften gedacht werden.

270. Lalande und seine Schriften. Eine neue Epoche inder Literatur der astronomischen Lehrbücher wurde durch Lalande begründet: Am 11 Juli 1732 zu Bourg-en-Bresse geboren,trat Joseph Jaröme Lc Franqois, genannt Lalande, schonfrühe in eine Jesuitenschule zu Lyon , ja hatte sogar die Absicht,diesem Orden beizutreten, um sich ungestört dem Studium derAstronomie widmen zu können, für welche ihm der Komet von1744 und eine Sonnenfinsterniß großes Interesse erweckt hatten.Auf den Wunsch seiner Eltern entschloß er sich jedoch später dieRechte zu studiren, und kam hiefür gerade zu der Zeit nachParis , wo Joseph Nicvlas Dclisle von Petersburg in seinealte Stellung zurückkehrte, und neben Lemonnier am Oolla^scko Brunos Astronomie vortrug. Ohne sein Bcrufsstudium zuvernachlässigen, war der junge Lalande bald der Licblingsschüler

si Long wurde 1680 in Norfolk geboren, und starb 1770 als Professorder Astronomie in Cambridge und Rector (Pfarrer) zu Bradwell in EsscxEr scheint sich in nichts übereilt zu haben.