Band 
Dritter Halbband.
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— Die absoluten Messungen.

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*ai SSO: n. Wilbehn Meyer (Braunschweig 185.-) geh.; früher Obs. Genf,jetzt Dir. Urania Berlin ) sagte etwas drastisch, aber wahr: „Die Thätigkeitdes gewissenhaften praktischen Astronomen ist ein endloser Kampf mit einerSchaar von Beobachtungen Instrumental- und Rechnungsfeliiern, die wie dasUngeziefer seine besten Tliaten verunreinigen“. — b. Während der wenigstensnach damaligen Begriffen gut. situierte, mit den nötigen Instrumenten und Ge-hilfen reichlich versehene und sich einer langen Thätigkeit erfreuende Jam.Bradley noch mehr zu der alten Schule gehörte, und zwar ein grosses, baldzu wenig (vgl. Delambre VI 426 f.) gewürdigtes, bald wohl auch etwas über-schätztes und jedenfalls die nötigen Reduktionselemeute nur dürftig in sichschliossendes Beobachtnngsmaterial sammelte, aber dessen Bearbeitung gänz-lich der Folgezeit iiberliess, gab sicli der unter den ungünstigsten Verhält-nissen arbeitende und seine Kräfte rasch aufzehrende Tob. Mayer alle er-denkliche Mühe, möglichst sichere Bestimmungen zu erhalten, und die von ihm1756 der Göttinger Akademie vorgetragene Abhandlung „übservationes astro-nomicie qnadrante murali habitse in observatorio gottingensi (Opera inedita.Vol. I Gottingie 1775 in 4.)“, in welcher die sofort näher zu besprechendeFormel zum erstenmal koinpariert, stellt ihn nach meiner Meinung als prak-tischen Astronomen mindestens in die Höhe seines englischen Zeitgenossen. —c. Haben a, b, c die frühere Bedeutung und bezeich-nen m und n die den beiden erstem entsprechendenAbweichungen in Beziehung auf den Pol, sowie % denStundenwinkel unter welchem bei diesen Verhältnissenein Stern S der Deklination 4 zu culminieren scheint,so ergeben sich aus den Dreiecken PSW und PZWdie Beziehungen: Si n • Si 4 + Co uSi n = Si b • Si ijp — Co bSi n • Si y + Co n

Si b

■ Co 4 •Co tp •Co tp •

Si (tS i aSim

± m)

2

während offenbar

t + At -> '/ 15 T

3

ist, wo sich je das untere Zeichen auf untere Culminatioueu bezieht. Da aberbei jedem irgend sorgfältig aufgestellteu Instrumente a, b, c, also auch m,n, t kleine Grössen sind, so lassen sich die 2 mit genügender Genauigkeit durch

c = n • Si 4 + (t + m) • Co 4 n = b • Si ijp — a • Co f ^

b = n ■ Si ip + in • Co <jp oder m = b • Co <p + a • Si <p

ersetzen, und liiefür geht 3 in die mit 1 übereinstimmende Formel

T = t + A t + Vj 5 (m + u • Tg r) + c ■ Se 4) „

— t -j- A t -j- 1 |[a • Si ((p -t- 4) ~f- b • Co (tp -j- 4) -j- c| ■ Se 4

über, deren erste, von Bessel häutig benutzte und daher auch wohl seinenNamen tragende Form in dem Falle, wo für eine längere Beobachtungsreihedieselben Konstanten gelten, einigen Vorteil bietet, während die zweite Formdie ursprünglich von Tob. Mayer gegebene und noch jetzt meistens gebrauchteist. Manche Astronomen ziehen vor, c in entgegengesetztem Sinne zu zählen,um allen drei Korrektionsgliedern gleiches Zeichen zu verschaffen, — wiederandere ersetzen das Doppelzeicheu durch die Ilegel, dass man für untereCuimiiiationen die Deklination durch ihr Supplement zu ersetzen habe, — etc.— Hat inan nach dein vorhergehenden (379) b und c bestimmt., so kann mannach den entsprechenden Gliedern von 5 die Uhrzeit t für dieselben korri-