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Die Veränderlichkeit der Polhöhe. —
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>m vorhergehenden (379 u. f.) besprochenen Verfahren nnd Unter-suchungen noch viel zuverlässigere Resultate ergeben, und so sinddenn auch wirklich auf diesem Wege gar manche schöne Reihensolcher Bestimmungen erhalten worden Jedoch zeigen sich auchda bei Vergleichung von Serien, die an demselben Orte teils durchverschiedene Beobachter,* teils zu verschiedenen Zeiten erhaltenWurden, Differenzen, welche die aus der Übereinstimmung der Werteuinerhalb der einzelnen Serie geschlossene Unsicherheit wesentlichÜbersteigen; ob aber dieselben durch Personaldifferenzen in Höhen-Onstellungen b , durch ein mangelhaftes Einfuhren der Temperaturen'o die Refraktionsformeln'', etc., überhaupt durch Beobachtungs-ünd Rechnungsfehler, .vollständig erklärt werden können, oder ob°iue mit wirklichen Veränderungen in der Lage der Lotlinie oderÜrdaxe zusammenhängende merkliche, sei es periodische, sei essekuläre Veränderlichkeit der Polhöhe anzunehmen ist, lässt sichgegenwärtig noch kaum mit voller Sicherheit entscheiden, doch istdas Zutreffen des letztem Umstandes in der allerneusten Zeit sehrWahrscheinlich geworden
Zu SS*: a. So z. 13. ergab sich im Mittel ans zahlreichen Beobachtungendie Polhöhe in
18.3G-49: <?> = 51° 28' 38",15 1842—43: cp = 59° 50' 18",727 ± 0",013
1851—G5 38,13 1863—70 18,654 14
1860—83 38,15 1871—73 18,501 14
Wobei bemerkt werden mag, dass die von Christie (Nature 1884) mitgeteiltenGreenwicher Bestimmungen von den verschiedensten Beobachtern, aber immerans Circmnpolarsternen, — die drei Pnlkowaer Serien der Reibe nach vonMeters, Gylden nnd Nyren erhalten wurden. — b. Als Jean-Baptiste-AimableGaillot (St-Jean-snr-Tourhe in Marne 1834 geh.; Obs. Paris) 1077 in den Jahren1850—01 am Manerkreiso von Gambey erhaltene Bestimmungen, welche imMittel für Paris cp = 48“ 50' 11",80 ergaben, nach den Beobachtern ordnete,fand er merkliche Personaldifferenzen, nnd zwar im Min. für Cliacornac 11",44,>>n Max. für Löwy 12",27. Früher hatte Laugier aus 650 an demselben Instru-mente ausgeführten Beobachtungen sogar nur 11", 19 gefunden, während damalsMauvais ans 1350 Beobachtungen am Mauerkreise von Fortin 11“,85 erhielt. —"Während ich aus 1141 Messungen, welche ich (Mitth. 44 von 1877) 1874—77am Kern’schen Meridiankreise der Zürcher Sternwarte ausführte, den Schlnss-wert q, — 47° 22' 39",991 + 0",004 ableitete, ergaben 2071 Bestimmungen,Welche A. Woher (Mitth. 47 von 1878) 1875—77 zur Kontrole am Ertel’schenMeridiankreise machte, bei ganz gleicher Behandlung 39",795 + 0",003, und auchdie von uns nach verschiedenen Methoden Angestellten Studien ergaben (Mitth. 5t1,n d 53 von 1880/1) grosse Wahrscheinlichkeit, für die Existenz eines merklichenf'ersonaifelders in ITölieneinstellungen. — c. Als Gaillot die erwähnten Pol-bölicnbnstimmnngcn nach den 0 Jahrgängen ordnete, erhielt er die Seknnden-f(>l £ e 11,89 11,53 11,89 11,73 12,10 11,04
"Wolf, llamlbuch der Astronomie. Jl.
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