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— Die Geodäsie. —
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im folgenden Jahre (jedoch mit Ausnahme von Godin, der noch bis 1751 imSüden blieb) nach Europa zurück, um ihre Arbeiten zu redigieren mul zu ver-öffentlichen. Während bisdahin Bouguer und La Condamine , wenn auch sichscharf kontroliereud, getreulich zusammen gearbeitet hatten, trat nun infolgedieser Publikationen eine sich immer mehr verschärfende Reibung zwischenihnen ein, welche eine Reihe von Streitschriften zur Folge hatte, auf die ichjedoch hier nicht näher eintreten will, da sie sich fast nur auf Neben-sächliches bezogen und höchstens geeignet waren, die vorzügliche Messungbeim grossem Publikum in unverdienter Weise zu diskreditieren.
-433. Die Expedition nach Lappland. — Die zweite fran-zösische Expedition, welche im April 1736 von Paris abging undzwei Monate später zu Tornea am botlinischcn Meerbusen anlangte,stand unter Oberleitung von Maupertuis ", — hatte ebenfalls vielelokale Schwierigkeiten zu überwinden, ehe es gelang, längs demMeridiane von Tornea ein nicht einmal einen vollen Grad desselbenbeschlagendes erträgliches Dreiecksnetz legen zu können & , — masssodann sorgfältig die zur Bestimmung desselben nötigen Winkel,sowie, wenn auch unter sehr ungünstigen Verhältnissen, eine Grund-linie °, — führte in nicht ganz tadelloser Weise die zur Ermittlungder Azimute und Breiten dienenden Beobachtungen aus — underhielt schon im Frühling 1737 nach ausgeführter Doppelrechnungdas Eesultat, dass sich bei ihrer Messung
(f = 66 ° 20' und g = 57437*,9entsprechen woraus sich in Vergleichung mit den Picard’sehenWerten (f , = 490 13 / Ulld g = 57000 *,0
sofort auf eine beträchtliche Abplattung am Pole schliessen liess f-Zu 483 : u. Zu dem bereits (424) erwähnten Beschlnsse, einem eigent-lichen Equatorgrad einen Meridiangrad in hoher Breite zu substituieren, hatteneben dem damals in Paris auf Besuch anwesenden Celsius namentlich auchMaupertuis beigetragen und sich sodann durch seine Liebenswürdigkeit, trotzseiner Unerfahrenheit in praktischen Arbeiten, die erwünschte Oberleitung derbetreffenden Expedition verschafft. „Maupertuis etait agreable“, sagt (MontuclaIV 149) der ihm sonst wohlgewogene Lalande; „il faisait des chansons , iljouait de la guitare, et cela lui aida ä obtenir la commission qu’il demandait“.Er machte sich jedoch besser als man erwarten konnte, und hatte das Glück,in Clairaut, Lemonnier, Charles-Etienne-Louis Camus (Cressy 1699 — Paris 1768; Akad. Paris ) und dem ursprünglich nur als „Aumönier et Historiographe“beigegebenen Abbe Reginaud Outhier (Lamare Jousserand 1694 — Bayeux 1774; früher Eleve des Par. Obs., später Canonicus zu Bayeux ) sehr tüchtige,wenn auch grossenteils in solchen Arbeiten noch ganz nnerfahrne Gehilfenzu erhalten, — sowie in dem landeskundigen Celsius, der sich der Expeditionaus Interesse ebenfalls anschloss, einen erwünschten Berater zu besitzen. —b. Der vor der Abreise ausgeheckte Plan, die Netzpunkte auf die längs derschwedischen Küste befindlichen „Skären (Felseninseln)“ und nur die Basis aufjener zu messen, erwies sich schon hei den ersten Rckognoscierungen als un-