Band 
Vierter Halbband.
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— Die Anomalien in der Bewegung des Erdmondes.

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naner Bestimmungen, ansonst dieselben durch die Beobachtungsfehler verdecktwerden, — ja noch eine im Anfänge dieses Jahrhunderts durch Bouvard, Aragound Nicollet ansgeführte Wiederholung der von Tob. Mayer (240) angestelltenMessungen reichte nur teilweise hin, deren Existenz zu erweisen, und erstals 1841—43 auf Bessels Veranlassung sein Gehilfe Heinrich Schlüter (Hamburg 1815? — Königsberg 1844) das Königsberger Heliometer darauf anwandte,sodann nach dessen Tode M. Wichmann mit demselben und später E. Hartwigmit einem entsprechenden Instrumente analoge Messungen ansführten, warenso gut harmonierende Serien vorhanden, dass keine Zweifel mehr übrig blieben,und daraus mit ziemlicher Sicherheit bestimmt werden konnte, dass der nachder Erde gerichteten Hanptaxe ein Minimal-Trägheitsmoment entspreche,welches nm etwa “/ioooo kleiner als das der Umdrehungsaxe zukommende Maxi-mum sei. Für genauem Detail verweise ich auf die früher (240: d) ver-zeiehnete Speciallitteratur, welcher noch der seither erschienene Band 38 derKönigsberger Beobachtungen zuzufügen ist, da dieser eine von J. Franz durch-geführte nachträgliche Berechnung der Schlüter’schen Reihe enthält.

514 . Die Theorien der Priicession und Notation. —

In Beziehung auf die schon früher (200—2) als Ergebnisse der Be-obachtungen unter den Namen Präcession und Nutation kurz be-sprochenen Störungen der Erdbewegung wollen wir hier im An-schlüsse an die bereits (namentlich in 507) gegebenen historischenNotizen noch eine Idee davon geben, wie dieselben durch mathe-matische Deduktionen aus der Erdgestalt und der allgemeinenGravitation abgeleitet werden können während die nötigen Mit-teilungen über die betreffenden Konstanten besser später (609—10)im Zusammenhänge mit dem Einflüsse dieser Störungen auf dieSterncoordinaten folgen werden b .

SKii 514: n. Denkt man sich mit „Michel Jullien, Memoire snr le monve-ment, de la Terre autonr de son centre de gravite (A. N. 1030 von 1850)“durch den Schwerpunkt der Erde ein drei Hauptaxen (114) derselben ent-sprechendes Ooordinatensystem so gelegt, dass X der Frülilingsnachtgleiohen-linio und Z der Umdrehungsaxe entspricht, — und bezeichnen x'y'z 1 die daraufbezüglichen Coordinaten eines Elementes dm 1 der Erde, — xyz die Coordi-naten des Schwerpunktes eines entfernten Körpers der Masse m : f-, wo f dieGauss’sche Zahl ist, — r und r' aber die Distanzen des letztem Punktes vomSchwerpunkte der Erde und vom Punkte dm', so dass

1

r <3

=I(x — x') 2 + (y — y') 2 + (z — z') 2 ]

i(-+-

xx' + yy' + zz''

ist, so hat man entsprechend 481 die Komponenten der Anziehung des fernenKörpers auf die Erde

X = m-|' X “ X '-dm' Y = m-jy=/-.dm' Z = m-| Z “^-dm' 3

also, wenn L, M, N die dieser Anziehung entsprechenden Drelmngsmomenteom die Axen X, Y, Z bezeichnen, A = B und 0 aber die letztem entspre-chenden Trägheitsmomente der Erde sind, da die Integrale von x'-dm',y' • dm' und z'• dm' (72) beim Zusammenfallen des Schwerpunktes mit dem