Band 
Vierter Halbband.
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— Die Planeten, Monde und Ringe. —

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mnteten Phasen zn sehen; dagegen gelang dies (vgl. die 234 : c erwähnte Schrift)1 638 VIII 24 Fr. Fontana, der überdies auf Mars einen Flecken wahrnahin,welcher ihm eine Rotation dieses Planeten wahrscheinlich machte. — ft. Nach-dem sodann Huygens (vgl. Kaiser in A. N. 692 von 1847) 1G59 die Vermutungausgesprochen hatte, dass sich Mars etwa in 24 h um seine Axe drehen möchte,erkannten im Frühjahr 16G6 Hooke (vgl. Ph. Tr. 1GG6) und Cassini (vgl. dessen„Martis circa proprium axem revolubilis Observationes bononienses. Bononise1GG6 in fol.“) ziemlich gleichzeitig und übereinstimmend, dass ein auf Mars sichtbarer Flecken jeweilen nach etwas mehr als einem Tage wieder die gleichePosition einnehme, — ob aber diese Zeit einer oder zwei Rotationen ent-spreche , konnten anfänglich beide nicht mit Sicherheit entscheiden. Währendsich nun Hooke nach seiner Schmetterlingsnatur mit diesem Halbresultate be-gnügte, setzte dagegen Cassini seine Untersuchungen energisch fort, — konnteziemlich bald (vgl. .Tourn. d. Sav. 1GGG V 31) als sicheres Resultat mitteilen,dass Mars in circa 24 1 ' 40 ra rotiere, — und erwarb sich so unbestreitbar dasVerdienst, diese wichtige Bestimmung zuerst ausgeführt zu haben, — zumalsie auch durch die neuere Zeit nur wenig abgeändert worden ist, indem W.Herschel (Ph. Tr. 1784) 24 h 37 m 27" fand, Mädler (vgl. „Beiträge“ in 541)24 1 ' 37'" 23“,7, Kaiser (A. N. 1468 von 1864) 24 h 37"' 22“,62, Karl Linsser (Mei-ningen 1837 — Pulkowa 1869; Rechner in Pulkowa; vgl. Woch. Heis 1864)und ich (Mitth. 22 von 18GG) übereinstimmend 24 h 37 m 22",9 , etc. Die An-gaben über die Neigung des Equators von Mars gegen dessen Balm schwankenzwischen 28° 42' durch Herschel (Ph. Tr. 1784) und 24° 52' durch Schiaparelli(Atti dei Lincei 1881), so dass er jedenfalls ähnliche Zonen wie die Erde be-sitzt. — Mehr Schwierigkeiten bietet eine etwas genaue Bestimmung der Ge-stalt des Mars dar, da die Differenz der beiden, etwa 9 1 /, und 9 7 s " betragendenDurchmesser, kaum viel grösser als die Unsicherheit ihrer Bestimmung ist,und so schwanken denn auch die Angaben über die Marsabplattung zwischenVin.s durch Herschel (Ph. Tr. 1784) und 0 durch Bessel (Königsb. Beob. 23von 1847), wie des nähern aus. der Abhandlung „Ernst Albrecht Hartwig (Frank-furt a./M. 1851 geb.; Dir. Obs. Bamberg), Untersuchungen über die Durch-messer der Planeten Venus und Mars nach Heliometermessungen in Strass-burg , mit Hinzuzug der anderweitig vorhandenen Mikrometerbeobachtungen(Pnbl. 15 Astr. Ges. von 1879)“. Am aceeptabelsten dürften die '/m sein,welche C. A. Young (Am. Journ. 1880) bei der in die Nähe des Knotens fallendenund daher für solche Messungen besonders günstigen Opposition von 1879 er-hielt, — zumal dieser Wert gut zu den Va>8 passt, welche Adams unter plau-sibeln Voraussetzungen durch theoretische Betrachtungen gefunden haben soll.

540 . Die klimatischen Verhältnisse auf Mars . — Da

man bei Mars (539) ähnliche Rotationsverhältnisse wie bei der Erdegefunden hatte und überdies aus gewissen Erscheinungen bei dem-selben eine starke Atmosphäre vermuten musste, so lag schon vonvorneherein die Annahme nabe, dass dieser Planet auch den unsrigenentsprechende klimatische Erscheinungen zeigen möchte ", und alsnun Herschel 1784 nachwies, dass die bereits von Huygens undMaraldi an den Marspolen gesehenen weissen Flecken mit den Jahres-zeiten des Planeten wechseln, ja ohne Zweifel Schneedecken seien,