Band 
Vierter Halbband.
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— Die Lücke zwischen Mars und Jupiter . —

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die Hoffnung veranlasst, dabei auf den „verborgenen Planeten zustossen“. l)a sich ihm jedoch bald zeigte, dass diese Revision unddie damit verbundene Aufgabe „a chercher une aiguille dans unehotte de foin“ die Kräfte eines Einzelnen übersteige, so stellte erauf einer im Herbst 1800 zu Lilienthal veranstalteten Konferenzden zweekgemässen Antrag, hiefür eine eigene Gesellschaft zugründen und 24 Astronomen zu gewinnen, welche sich in den Tier-kreis zu teilen, detaillierte Karten zu bearbeiten und diese immerwieder mit dem Himmel zu vergleichen hätten 6 .

Zu 543: a. Die oben erwähnte, von Job. Daniel Titius (Könitz in West-preussen 1729 — Wittenberg 1796; Prof. math. et phys. Wittenberg ) in wei-terer Verfolgung der von Christian Wolf über die Planetendistanzen angestelltenBetrachtungen aufgefundene, sodann von ihm in seiner deutschen Ausgabe von

Bonnets „Contemplation

de la

nature“

publizierte

und

später

durch Bode

wieder in Erinnerung gebrachte Formel

giebt für die

Annahmen n =

- CO

0

1

2 3

4

5

6

die Werte

0,4

0,7

1,0

1,6 2,8

5,2

10,0

19,6

während

5

9

6

d

4

P

Ö

die Distanzen

0,4

0,7

1,0

1,5

5,2

9,5

19,2

haben, so dass sie für die alten Planeten (ja noch für den nachträglich ent-deckten Uranus ) ganz vorzüglich passte, und daher in der That ein gewissesBeeilt gab, auf einer zwischen Mars und Jupiter vorhandenen Lücke zu be-stehen. Wie letztere ausgefüllt wurde, wird unter den nächstfolgenden Nummernauseiuaudergesetzt werden; dagegen ist hier noch hervorzuheben, wie geradeauf diesem Gebiete der Unterschied zwischen gesunder Empirie und krank-hafter Spekulation entschieden zu Tage trat: Während sich nämlich Titiusdurch Studium wirklich bestehender Zahlenverhältnisse, das allerdings auch inSpielerei ausarten kann, einen höchst ehrenvollen Platz in der Geschichte derAstronomie erwarb, ja durch seinen Fund noch auf die (558) zur EntdeckungNeptuns führenden Bechuungen einen gewissen Einfluss ausübte, so blamiertesich dagegen Friedrich Hegel (Stuttgart 1770 — Berlin 1831; Prof, philos. Jena ,Heidelberg und Berlin ) durch den in seiner „Dissertatio de orbitis planetarum.Jenas 1801 in 8.“ im (544) möglichst ungünstigsten Momente unternommenenVersuch, vom philosophischen Standpunkte aus jenes Ergebnis der Induktionzu widerlegen, so gründlich, dass seine Arbeit nicht nur sofort von HerzogErnst von Sachsen-Gotha (1745—1804; Gönner von Zach) als ein „Monumentumiusaniae sseculi decimi noni“ bezeichnet wurde, sondern deren Aufnahme in diegesammelten Werke noch 1842 Schumacher veranlasst^, an Ganss zu schreiben:„Dass Hegels Verehrer die famöse Dissertation wieder haben abdrucken lassen,zeigt wenig Pietät; unter Noah’s Söhnen war doch Einer, der die Schaaniseines Vaters bedeckte, aber die Hegelianer rissen den Mantel noch weg, denZeit und Vergessenheit über die Schande ihres Meisters geworfen hatten“,worauf Gauss antwortete, dass dieser Vergleich ein wenig hinke, da sich nachder h. Schrift Noah nur Ein mal betrunken und sonst für eineu verständigenMann gegolten habe, während Hegels „insania“ noch „Weisheit“ gegen spätereAussprüche desselben sei. — ft. Die von Zach (vgl. Berl. Jahrb. auf 1789) fürden von ihm vermuteten Planeten bestimmten Elementea = 2,82 e = 0,14 I' = 192»6' U = 4“,74 i = 1» 36' ft =117» 40'