556 — Ansichten über die Bildung des Saturnssystemes. — 477
solides, dont les dimensions d’ailleurs peuvent varier dans des limites etendues,mais qui sont separes les uns des autres par des intervalles relativement eon-siderables, aussi vide de matieres que l’espace stellaire en general, et quidecrivent chacun autour de la planete une orbite speciale“ beizufügen, inwelchen Hirn das Resultat seiner Untersuchungen selbst resümiert hat, — undanderseits zu erwähnen, dass auch Seeliger (vgl. Ahh. in 655) durch photo-metrische Studien zu der Annahme geführt wurde, dass der Bing weder gas-förmig noch flüssig sein könne, sondern aus einem Schwarme diskreter un-durchsichtiger Körper bestehen müsse, womit sich auch der von Kirkwood undW. Meyer geäusserte Gedanke, es möchten die Teilungen in den Bingen Saturnsden Lücken im Asteroidenringe entsprechen, ganz gut verträgt.
ss:. Herschels Entdeckung des Uranus . — Als Herschelam 13. März 1781 bei der von ihm kurz zuvor begonnenen Durch-musterung des Himmels einen kleinen Wandelstern entdeckte, hielter denselben für einen Kometen, und erst als sich die erhaltenenPositionen weder durch eine Parabel noch durch eine langgestreckteEllipse, wohl aber nahezu durch einen Kreis von etwa 19 Sonnen-weiten Kadius darstellen Hessen , ergab sich zu allseitiger Über-raschung, dass ein transsaturnischer Planet entdeckt und dadurchdas Sonnensystem in der von Clairaut (558) geahnten Weise er-weitert worden sei a . Zwar wollten auch da noch einzelne behaup-ten, dass der neue Planet, welcher den Namen Uranus erhielt,eigentlich doch ein Komet und erst in den letzten Jahren durchEinwirkung der alten Planeten in eine Kreishahn übergeführt wordensei; aber sie wurden alsbald durch Bode eines Bessern helehrt,indem dieser zeigte, dass Flamsteed schon 1690 und später, sowienach ihm noch mehrere Astronomen diesen Uranus beobachtet, aberallerdings nicht als Planeten erkannt hatten, und seither hat mansogar erfahren, dass ihn die Bewohner von Otaheiti noch viel frühervon freiem Auge bemerkten und als Wandelstern hezeichneten h .
Zu 553' : a. Nachdem es W. Herschel etwa 1779 gelungen war, sich selbstein leistungsfähiges Spiegelteleskop zu erbauen, unternahm er eine konsequenteDurchmusterung des Himmels, um alles Bekannte zu sehen und allfällig auchNeues zu finden. Als er so im März 1781 das Sternbild der Zwillinge vornahm,fand er am 13. einen ihm sofort etwas verdächtig vorkommenden Stern undkonnte noch am gleichen Abend konstatieren, dass sein scheinbarer Durch-messer bei stärkerer Vergrösserung entsprechend zunehme und dass er seineStellung gegen die übrigen Sterne merklich verändere: Es war also kein Fix-stern, sondern ein Wandelstern, — mutmasslich ein Komet. In diesem Glaubenschrieb sodann Herschel seinen „Account of a Comet“, welcher der RoyalSociety 1781 IV 26 vorgelesen wurde, und in demselben Glauben wurde an-fänglich auch überall, wohin die Kunde dieser Entdeckung drang, der neueWandelstern beobachtet, — wohl zuerst 1781 III 17 durch Maskelyne, dannbald auch von den Pariser Astronomen, sowie von Ende 1781 an (vgl. Berl.Jahrb. 1788) während mehreren Jahren durch die beiden Pigott, etc. — Schon