Band 
Vierter Halbband.
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— Die Sternphotographie. —

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1865 gelang es Lewis Morris Rutherfurd (Morrisania in New-York 1816 —Tranqnillity in New-Jersey 1892; Privatastr. New-York ), in 3 bis 4"' ein gutesphotographisches Bild der Pleyaden zu erhalten, und bald wetteiferten auchGould und andere mit ihm in Aufnahmen solcher Gebilde. — Edward CharlesPickering (Boston 1846 geh.; Prof. astr. und Dir. Obs. Harvard College ) begannwirklich 1883 zu Cambridge (U. S. ) eine solche Aufnahme, die sich aber nurauf die dem freien Auge sichtbaren Sterne erstreckte und zunächst für Ver-gleichungen mit photometrischen Messungen bestimmt war, — während dieetwas später von David Gill (Savock in Aberdeenshire 1843 geh.; Astron. Roy.am Kapl unternommene die Sterne bis zur 9. Grösse umfassen und zur Er-stellung eines der „Durchmusterung“ entsprechenden Sternkataloges des Siid-himmels dienen sollte. — b. Die von Ernest-Amedee-Barthelemy Mouchez (Madrid 1821 — Paris 1892; Contre-Admiral und Dir. Obs. Paris ) 1885 V 11der Pariser Akademie vorgelegte Probe der Leistungen der Henry gab aufeinem Quartblatte von 25"'“ Seite 2790 Sterne von 5.—14. Grösse und war in l' 1erhalten worden. Dabei teilte er mit, dass für Sterne 1. Gr. nur eine Ex-positionszeit von 0 8 ,01 erforderlich sei, dann aber für kleinere Sterne zwarzuerst langsam (0“,5 für 6. Gr., 20“ für 10. Gr.), nachher aber rasch (2 m für12. Gr., 10"' für 14. Gr., 1 '/a' 1 für 16- Gr-) ansteige, — dass auf einer andernKarte Henrys sich Pallas als feiner Strich von den die Sterne bezeichnendenPunkten abhebe, — etc. — Auf dem Kongresse wurde allgemein die Nützlich-keit einer solchen Arbeit anerkannt, aber auch die Schwierigkeit betont, die-selbe in absehbarer Zeit zu erledigen; denn rechnet man auf zwei Quadrat-grade ein Gliche und zieht die Notwendigkeit in Betracht, jede Aufnahmewenigstens noch einmal zu wiederholen, so kömmt man etwa auf 50000 Cliches,von welchen Eine Sternwarte jährlich kaum mehr als 300 liefern konnte.Wollte man ferner nach diesen Aufnahmen, welche zusammen bei 30 MillionenSterne ergeben dürften, deren Abnahme von den Cliches kaum zu bewältigenwäre, einen Sternkatalog anlegen, so würde dieser nach Berechnung von Weiss bei100 starke Quartbände füllen, und es dürfte die äusserste Grenze des Erreich-baren ein Katalog der circa 3 Millionen Sterne der Grössen 1—11 sein. — Fürweitern Detail über diesen Gegenstand verweise ich teils auf frühere Angaben,teils huf: „Janssen, Les Methodes en Astronomie physique (Amu. Bur. d. long.1883), — 0. Struve, Die Photographie im Dienste der Astronomie. St. Peters-burg 1.886 in 8., — Pickering , An investigation in Stellar Photography con-dueted at the Harvard College Observatory. Cambridge 1886 in 4., — Mouchez,La photographie astronomique ä l’Observatoire, de Paris et la carte du ciel(Ann. Bur. d. Long. 1887), — Gill, Les applications de la photographie äl’astronomie (Bull. astr. 1887), — N. v. Konkoly, Praktische Anleitung zurHimmelsphotographie. Halle 1887 in 8., — Rayet, Notes sur l’histoire de laphotographie astronomique (Bull. astr. 1887 und: Annal. Bordeaux 1889), —A. G. Winterhalter , The international astro-pbotographique Congress, and avisit to certain european Observatories and other Institutions. Washington 1889 in 4., — etc.“

595« Die Sternphotoincter. — So trefflich für die rela-tive Grössenbestimmung der zahlreichen und alle möglichen Ab-stufungen repräsentierenden kleinern Sterne die früher (285) be-sprochene Argelander ’sche Methode der Sternvergleichungen ist, so