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Geschichte der Zeugdruckerei, der dazu gehörigen Maschinen und Hilfswerkzeuge und der Erfindungen im Gebiete des Kolorits für den Baumwollen-, Leinen-, Seiden-, und Schafwollendruck, bis auf die neueste Zeit : nebst einer ausführlichen Übersicht des gegenwärtigen Standes dieser Kunst, in technischer, commerzieller und statistischer Hinsicht / von Wilhelm Heinrich von Kurrer ; mit Beiträgen von K.J. Kreutzberg
Entstehung
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17
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IV

hrs und an einen gewissen Gleich bis zum Jahre 1774 verpachtet,12 der sie für die Zitz-, Kattun- und Leinwand-Manufaktur-Societätdie bis zum Jahre 1775 verwaltete, wo sie Kammerrath Frege über-nahm. Dieser erlangte ein zwanzigjähriges Privilegium für einenUmkreis von vier Meilen einschließlich der Residenz Dresden .

0r. Dounz leitete den Betrieb der Fabrik, zu welcherZeit mit 30 Drucktischen, einer Kupferdruckmaschine, 60 Schilder-"d oder Malermädchen, im Ganzen mit 171 Menschen gearbeitet-r- wurde. 1785 trat Frege die Fabrik an Dounz ab, welcher178g fallirte. 1793 übernahmen sie Riese und Bodemer; 1794trat ersterer wieder aus, und I. I. Bodemer führte das Ge-T- schäft für alleinige Rechnung fort. Die Bodemer'sche Fabrik^30 hat sich lange Jahre hindurch in einem hohen Rufe erhalten, weilm- sie sich stets durch möglichst achten Farbendruck auszeichnete. Vaterßer Bodemer übergab sie vor mehreren Jahren seinem ältesten SohnH. I. Bodemer, unter welcher Firma sie noch gegenwärtig florirt.Dieses Etablissement besitzt mehrfarbigen Walzendruck, Leitenberg'sche3^ Handdruckmaschinen, und war das erste in Sachsen , das für den beliebten^ englischen Glanz-Meuble-Appret eine englische Glättcylinder-Maschine'ck- anschaffte. Seit 1837 wurde auch die Mousselinlaindruckerei durch^ I. Gerber aus Mülhausen in diesem Etablissement eingerichtet,in welchem Artikel schöne Fabrikate erzeugt werden.

*32 Frankenberg. In diesem Orte wurde die erste Kattun-

^ druckerei im Jahre 1773 durch C. F. Böhme errichtet, welchegegen 40 Jahre hindurch bestand. Im Jahre 1765 gründete G."" R. Ranft sein Etablissement, das bald einen bedeutenden Ruferlangte. Ranft war der Erste, der 1702 das Weißbleichen mitChlor an Wasser gebunden anfing. Seine Druckerei bestand nahean 40 Jahre. Im Laufe dieser Zeit entstanden mehrere Druckereien.Im Jahre 1794 arbeitete Ranft auf 42, Böhme auf 20, Erlerk" auf 6, Uhlig auf 6 und Kreistg auf 5 Drucktischen; sie verfertigtenZusammen 21,062 Stücke. Ranft druckte auch Köper- und Pique-Waaren. Im Jahre 1797 arbeiteten die Druckereien mit 96 Ti-^ scheu, 1600 m 6 Druckereien mit 200 und einer Produktion von32,413 Stücken, 1802 mit 142 Tischen 43,800 Stücke, 1804 mit104 Tischen 32,036 Stücke. 1W7 in 10 Druckereien mit 81 Tischen;am Schlüsse des Jahres 1808 hingegen nur noch mit 70 Tischen,", I809 wurden mit 107 Tischen 46,500 Stücke, und 1810 mit 111

». Kurrkk'S Geschichte. L