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SO:Apch 1734 erneuert wurden. Friedrich Wilhelm I. sprachsich nicht allein nnt der ihm eigenthümlichen Heftigkeit gegen dieTracht der baumwollenen Zeuge aus, sondern eiferte auch dagegenkräftig mit Wort und That.
Nach den damaligen Verordnungen dursten Zitze, Kattuneund andere Baumwollenzeuge nicht zu Kleidern, ja selbst nicht ein-mal alt zu Meubeln, Bettumhängen u. dgl. gebraucht werden.
Erst nach dem Regierungsantritt Friedrich des Großenwurde im Jahre 1747 ein Genfer Kattundrucker, Namens Du,Plantier, der in Offenbach bei Frankfurt a. M. eine kleine Drucke-rei besaß, nach Berlin gezogen, durch welchen die erste Kattun-druckerei in dieser Stadt errichtet wurde. Der König bewilligteihm eine Unterstützung von 1000 Thaler auf 10 Jahre, und eineBeihülfe zur Miethe und zu den Transportkosten seiner Geräth-schaften. Duplantier's gedruckte Kattune waren daselbst nur auf dieStadt bejchränkt, weil es ihm nicht erlaubt war, außer derselbenzu verkaufen. Er beschäftigte jedoch nach einigen Jahren nur noch7 Arbeiter, und zwar einen Drucker, einen Modelstecher und vierSchildermädchen.
Einige Jahre später entstanden mehrere Druckereien. Eineder mit zuerst errichteten; war die des David Simon, welcherim Jahre 1745 konzessionirt, und dem auch zur Fabriksanlage eingeräumiger Platz vor dem Spandauer Thore angewiesen wurde.Dieses Unternehmen erhielt sich bis zum Jahre 1817, wo es ge-schlossen wurde. Nach und nach folgten die Etablissements derFabrikanten Stephan Dutitre, Becker, I. Ä. Sieburg,Bartsch und Kompagnie u. a., neben welchen noch verschiedenekleine Lohndruckereien angelegt wurden.
Im Jahre 1813 zählte Berlin 40 Druckereien, die mit 600Drucktischen arbeiteten, wovon aber die meisten wieder eingegangen sind.
In der neuern Zeit verdanken die Besitzer der Berliner Drucke-reien dem verstorbenenHermbstädt Vieles, dessen mündlicher undschriftlicher Unterricht die wissenschaftliche Ausbildung dieser Manu-fakturisten veranlaßte. Sie wurden durch ihn mit den Grundsätzender Chemie bekannt, und auf die Verbindung aufmerksam gemacht,in welcher diese Wissenschaft zu ihrer Kunst stehet.
Die bedeutendsten Kattunfabriken, welche die Stadt Berlin gegenwärtig besitzt, sind: