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Geschichte der Zeugdruckerei, der dazu gehörigen Maschinen und Hilfswerkzeuge und der Erfindungen im Gebiete des Kolorits für den Baumwollen-, Leinen-, Seiden-, und Schafwollendruck, bis auf die neueste Zeit : nebst einer ausführlichen Übersicht des gegenwärtigen Standes dieser Kunst, in technischer, commerzieller und statistischer Hinsicht / von Wilhelm Heinrich von Kurrer ; mit Beiträgen von K.J. Kreutzberg
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119
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N 0 lf 41 Gtiillochir-Maschinen, mittelst welchen guillochirteeruhi Muster auf den Druckwalzen dargestellt werden,ehörs 5) Große und kleine Drehbänke mit Support zum Ab-efste» drehen der Druckwalzen, der stählernen Moletten und anderer Ge-ll est genstände.

6) Bohrmaschinen, als Hilfllwerkzeuge für den Gebrauchverschiedener Gegenstände.

7 ) Werkzeuge der'Graveurs und andere Instrumente.Hautrelief-Walzendruck. Eine andere nahmhafte Ver-besserung besteht in der Anordnung erhaben geschnittener oder fa-zwnirter hölzerner Druckwalzen. Dieses Verfahren, von welchemeinige Kattundruckereien in England Gebrauch machen, wird Flä-chen druck (Surkuoe^irintiiiA) genannt.

Man hat sogar Maschinen mit zweierlei Cylindern, einem ver-tieft gravirten kupfernen, und einem enrelief gravirten hölzernen inAnwendung.

Diese Vorrichtung, die im Jahr 1805 I. Burton in Peel'sFabrik zu Church erfand, ist unter dem Namen Union-oder Mull-

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Maschine bekannt. In der neusten Zeit (16391 wurden auch inHautrelieswalzendruck in der Kattundruckerei zu Jungbunzlau inBöhn-en vorzüglich schone Erzeugnisse geliefert. Singer kon-struirte seine neu erfundene pätentirte Hautrelief-Walzendruck-maschine der Art, daß 5 bis 6 Farben zugleich gedruckt werdenkönnen- Er bedient sich zur Musterzusammenstellung fast meist ge-gossener Figuren. Ähnliche Maschinen hat derselbe auch für dieLeitenberger'schen Fabriken in Kosmanos, Reichstadt und Meinesgeliefert. — Olimpe Himbcrt Droz, in Lachaur de fond, kon-struirte im Jahre 1839 seine neu erfundene Gu illochirmaschine.Mit dieser sinnreichen Maschine ist das Molettensystem in Verj-bindung gebracht, und es lassen sich ein und dasselbe Muster wiss-kührlich von der kleinsten bis in die größte Ausdehnung auf derDruckwalze, mittelst dieser Maschine ohne große Schwierigkeit über-

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tragen.

Eine andere interessante Erfindung im mechanischen Theileder Druckkunst, wo die Farben regenbogenartig ineinander-fließen, den sogenannten Fondu- oder Jrisdruck, verdanken wirdem Tapeten-Fabrikanten Spörlin in Wien , der denselben imJahre 1822 zuerst in seiner Tapeten-Fabrik in Ausführung brachte.