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Geschichte der Zeugdruckerei, der dazu gehörigen Maschinen und Hilfswerkzeuge und der Erfindungen im Gebiete des Kolorits für den Baumwollen-, Leinen-, Seiden-, und Schafwollendruck, bis auf die neueste Zeit : nebst einer ausführlichen Übersicht des gegenwärtigen Standes dieser Kunst, in technischer, commerzieller und statistischer Hinsicht / von Wilhelm Heinrich von Kurrer ; mit Beiträgen von K.J. Kreutzberg
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mit der Physik dem heutigen Druckfabrikanten, ein unentbehrlichesch: Studium geworden. Kein Theil derselben darf jetzt dem einsichti-

gen Fabrikanten gleichgültig erscheinen, indem diese Wissenschaftener- aufs Engste sowohl mit der Zeugdruckerei als Färberei verbun-h- den sind.

^if- Die jetzigen Erzeugnisse in diesem Gebiete der Industrie

e„ lassen sich ihrer Grundverschiedenheit des Darstellungsprinzips naches in 5 Hauptgattungen eintheilen, die man Weißböden, Refer-ee ven, Lapis , Rougeadrianopel mit illuminirter Ausarbeitungni und Enlevage- Artikel nennen kann. Vor 40 Jahren waren die

:n 3 letzten noch ganz unbekannt, und sehr viele Arten, die den beiden

>„ ersten zuzuzählen sind, kamen in dieser Zeit erst zum Vorschein. Zurs- ersten Gattung sind alle Artikel, wo die Objekte durch Aufdrucken

e- der Farbe selbst, oder eines Beizmittels (Basis), das in einem Pig-

ie mentbade nachher die Farbe annimmt oder mit bilden hilft, zu

r- rechnen. Es gehören diesemnach alle sogenannten garan cirten

Waaren, sie mögen mit Krapp, Kampcchenholz, den Cäsalpinen,e Wau, Quercitron-Rinde oder andern Pigmenten ausgefärbt sein.>, Nicht minder die sogenannten Uniböden ( (oinl-eouvert«), sieN mögen durch Flatschen, Grundirmaschine, Druckplatten, oder Durch-d nehmen in schwachen Bädern dargestellt sein.

Eben so alle rost- oder eisengelbe und fayenceblau gefärbte

- Waaren, so wie endlich alle mit bloßen Applikations- und Dampf-färben bedruckten baumwollene und leinene Stoffe.

- j Diese Gattung ist ohne Zweifel die älteste, und begreift alle

x ! ehemaligen Arten in sich.

. In der neuern Zeit wurden viele hieher gehörende Ent-

, deckungen gemacht; ungerechnet der unendlichen Anzahl'Nuancen,

, die man durch ein sorgfältiges Studium der Beizmittel (Basen),

und durch die Einführung neuer Pigmente, wie die der Querci-tron-Rinde durch Ban er oft in den neunziger Jahren desvorigen Jahrhunderts, des essigsauer,, Jndigs, das Car«thamins, der Auch usa , desCatechu, derSoga Catica,des Peganum Harmala u. a. erhielt.

Nicht minder erhielt dieses Gebiet durch Anwendung verschie-dener Metallfarben und metallischen Basen in neuerer Zeit einegroße Bereichrung; hieher gehören die drei, zlich-holzsauernMetallverbindungen mit erdigen Basen, die i ch in Deutschland im