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Geschichte der Zeugdruckerei, der dazu gehörigen Maschinen und Hilfswerkzeuge und der Erfindungen im Gebiete des Kolorits für den Baumwollen-, Leinen-, Seiden-, und Schafwollendruck, bis auf die neueste Zeit : nebst einer ausführlichen Übersicht des gegenwärtigen Standes dieser Kunst, in technischer, commerzieller und statistischer Hinsicht / von Wilhelm Heinrich von Kurrer ; mit Beiträgen von K.J. Kreutzberg
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132
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Azstoffe zugleich ein B.eizmittel für eine zweite Färbung verband. <F.

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bedruckte damit krapprothe Gründe, brachte sie in eine schwache Chlvlkalkküpe, in welcher die Muster weiß, der MorLant unangegriffen un>im nachherigen Ausfärben im Waubade die weißgeäzten Figuren gel>?'"^zum Vorschein kamen. Später wurde dem Äzstoff salpetersaures Blizugesetzt, und nach dem Ausfärben im Chromkalibade die Farbe gellentwickelt.

Dieses Verfahren gründet sich auf die einige Jahre fruchtgemachten Erfindungen der sogenannten Merinos (Rouge Adri»nopel mit illuminirter Ausarbeitung) oder der topischen Entfärb»»!,türkischrother Zeuge in Chlorkalkflüssigkeit, deren Erfindung wie d»der Vervollkommnung der Lapis-Fabrikation wir Daniel Köchliverdanken, und die einer so allgemein beliebten Gattung von Druckwaaren ihr Dasein gab. Nach der Entdeckung des Chlors msiAnwendung desselben im Bleichen, versuchte man mit dem Chlo»wasser auch türkischroth gefärbte Stoffe örtlich zu entfärben. Ägelang jedoch nur, wenn man die Stoffe nach Art des Galgasdrucfi

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zwischen durchlöcherte Platten einpreßte, und die EntfärbnngsflüjW

keit hindurchzwang, wodurch jedoch die Erzeugung von nureinfachen und unvollkommenen Mustern möglich wurde. Auf diesesPrinzip gründete Monteith in Glasgow seine,Bandanasf»^"bris, in welcher 4 Arbeiter in 10 Stunden 1600 türkischroth ge^färbte Zeuge in eben so viele Dutzend gemusterte Halstücher, rothe»Grund mit weiß geäzten Figuren, verwandeln.

In Frankreich war Daniel Köchlin der Erste, der gewebtebaumwollene Zeuge Adrianopelroth färbte. Seine ersten Versuchewurden in Gesellschaft des Dr. Dingler, in der Färberei desSiamvis, Fabrikanten Weber, 1610 gemacht, wo die gefärbte»Zeuge anfänglich blos mit schwarzen Objekten gedruckt wurden. Dr-Dingler verpflanzte diesen Industriezweig nach Augsburg .

Daniel Köchlin war es vorbehalten, diesem Fabrikate jedocheine noch ausgedehntere Gestalt zu geben. Er entdeckte im Jahr»1811 ein Verfahren, wodurch jedes Muster in türkischrothem Grund»entfärbt, und in illuminirter Ausarbeitung dargestellt werden kamt-Man druckt nemlich Weinsteinsäuere, oder auch saueres schwefelsauerres Kali auf, und bringt den damit gedruckten Zeug in eine Küp»mit aufgelöstem Chlorkalk. Die neutrale Chlorkalkküpe hat kein» ^Wirkung auf den rothen Grund, an den gedruckten Stellen ab»»

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