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Geschichte der Zeugdruckerei, der dazu gehörigen Maschinen und Hilfswerkzeuge und der Erfindungen im Gebiete des Kolorits für den Baumwollen-, Leinen-, Seiden-, und Schafwollendruck, bis auf die neueste Zeit : nebst einer ausführlichen Übersicht des gegenwärtigen Standes dieser Kunst, in technischer, commerzieller und statistischer Hinsicht / von Wilhelm Heinrich von Kurrer ; mit Beiträgen von K.J. Kreutzberg
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Probefleckchen zufällig in Säure fallen; unwillig darüber warf etes von sich, wo es in ein zur Seite stehendes heißes Seifenbad sieb herwodurch die Orange färbe sich augenblicklich in ein schönes Rostarbumänderte. Dieser günstige Zufall wurde nachher Veranlassung, weldaß Wesserling mehrere Jahre hindurch im alleinigen Besitz die-

ser schönen Farbe geblieben ist.

Auch in der verbesserten und mehr ausgedehnten AnwendungdeS Catechu, und durch den Gebrauch geeigneter Avivagen unkRosagen, wurden seit Kurzem mehrere andere Farben auf ihrerhöchsten Grad der Vollkommenheit gehoben.

Durch die seit 1833 in Gang gekommene sogenannte Schutzpafte wurde man in den Stand gesetzt, mittelst Walzenüberdruäausgezeichnet schöne, geschmackvolle und beliebte Fabrikate darzu-stellen, indem durch dieses Verfahren nicht allein die früher gedruck-ten und gefärbten zartesten Farbentöne geschützt, sondern auch z»gleicher Zeit der Grund (Fond) in jeglicher figurirten Farbenab-stufung colorirt werden kann. Ein anderes nicht minder interessanttes Verfahren, welches durch Singer in der Jungbunzlauer Fa-brik in Böhmen im Jahre 1837 zuerst in Anwendung gebrachtwurde, besteht darin, Applikations-Jndigblau als Walzen-Lberdruckfarbe über zuvor eingedruckte Basen für Zwei roth,braun, violett und Weißpaste zu drucken, und sämmtlich!Farben nachher im Krappbade auszufärben, wodurch im blau figu-rieten Fond farbige Objekte rein ohne weißen Umhof aus dem Krapp-bade zum Vorschein kommen. Dieses neue Verfahren dehnt siäauch aufkrapprosa, violetten, hellbraun und Catechn-sond aus. Im Jahre 183Y lieferte Singer zuerst die sogenannte»Verwandlungsfarben, ein höchst sinnreiches Verfahren, wel-ches sich auf chemische Reaction der Ueberdruckfarben auf vok-oder darüber gedruckte metallische Basen gründet. In demselbenJahre trat auch Eduard Leitenberger in Reichstadt mit de<sinnreichen Erfindung, gelbe und grüne Farben zugleich mit de»Basen für Krapp aufzudrucken, und zugleich auszufärben, hervorAuch der Gebrauch des Alizarins für Tafelkrapproth trat ins Leben-Die erste Erregung dieses Gegenstandes gebührt einem Franzosen /Namens Gastard. Die Häuser Esch, Schwabe Lc Compagniein Manchester und Dalglisch Falconer Lc Compagnie in Glas-gow nahmen Patente für diesen Applikationsdruck, dem noch größer»Vervollkommnung bevorsteht.

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