Siebenter Brief. ioz
auf dem darunter befindlichen Kalkfelsen und ist gräßten-theils noch mit dergleichen Steingeschieben stark unter-mengt, Wiesen giebtS wenig und daß es an Hutungenfehlen müsse, errathen Sie aus dem Uebrigen; es ist
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aufgesetzt, wo die Geheimnisse des Glaubens sehr einfachund faßlich, wie auch die Pflichten des Christen gelehrtwerden. Diesem l)at er einen historischen Katechismusder heiligen Schrift, einen Wirthschaftskalender, die To-pographie des Guths Merccz, welches Cr nach sichMcrecz-Pakow genannt hat, die Lage der Städte in derWoywodschaftWilna, das Verzeichnis' derMärkte, Fest-und Versammlungstage, endlich Sprichwörter und Lieder,die zum Ackerbau aufmuntern und Faulheit und Trun-kenheit verabscheun machen, bevgcfügt. Durch alle dieseGedult, anhaltende Bemühungen, Kenntniß und Klug-heit erfordernde Mittel ists endlich dem würdigen Manngelungen unter seinen Zöglingen, denn so kann man siewirklich nennen, den Geist des Wetteifers zu erregen, ih-nen selbst in Gegenwart ihres Herrn, eine ungezwungene,unverstellte Art zu handeln und zu sprechen anzugewöh-nen, und die Liebe zur anständigen Bequemlichkeit beyihnen zu erwecken, dergestalt, daß jetzt ihre Hütten, zwarnichts weniger einfach, jedoch viel bequemer, viel gesün-der find als vormals. Was aber noch weit mehr ist, sohaben alle die bisher erzählte Wohlthaten so sehr jenenoch vor kurzen halb wilde Menschen zu veredeln ver-mocht, daß fie sich bis zum Gefühl der möglichstenDankbarkeit geschwungen haben. Sie haben eine großeMarmortafel in Riga verfertigen lassen, worauf mitwärmsten Ausdrücken der Dank gegen ihren Herrn undWohlthäter gegraben ist, und diese Tafel ist zum ewigenAndenken in der Kirche von tNcrec; - Pawlow aufge-stellt. Welch ein ehrend Denkmahl! In den Augen deSMenschenfreunds gilts gewiß mehr, als alle Trophäender Römer und Griechen. Die ganze Erzählung trägtzwar das Geprag einer Fabel, allein sie soll wirklichwahr se»n, denn es haben fie mir untadelhafte Augen-zeugen erzählt.