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Vierzehnter Brief.
viel Wald gewesen seyn, ob gleich jetzt auf andrrthalbeMeilen ja noch weiter, keine mehr zu sehn ist. Es liegtam Abhang eines der hier herum gewöhnlichen Hügel,dessen Fuß die Szeniawa, ein kleines Flüßgen, so in denGebürgen bey WolbrvM entspringt, und unter Ko-szyce in die Weichsel fallt, befeuchtet. Das Thal, inwelchem gedachter Fluß stießt, ist beträchtlich, und hatdie fettesten Wiesen und Fluren der ganzen Gegend, sowie diese überhaupt als die fruchtbarste nnd fetteste inder ganzen Krakauer Woymodschaft berühmt ist. DerBoden, besonders in den Thälern und Niederungen be-steht aus einem schwarzen mit vieler Modererde ver-mischten Leem, auf den Anhöhen und GebürgSrückenhingegen ist er schon zum Theil viel Heller und mehr tho-nigt. Festes Gebürg hab ich nirgend anflehn gesehen, ichwill jedoch nicht in Abrede seyn, daß nicht hier und daPläner oder kristallisirtesFraueneiß hervorkommen sollte.
Eine Viertelmei'le vor der Stadt sah ich zwey großekegelförmige Erdhaufen, wie die berüchtigte Grabstättendes Eracus und der Vanda bey Kl'akau, wann dieseanders auch das sind, wofür sie ausgegeben werden.Was jene bey Proszowice vorstellen, konnt ich nichterfahren, zu Granzhaufen sind sie zu groß, es ist auchdort keine Gränze. Vielleicht sindö Opfer-, vielleichtauch Grabhügel.
Das Städtchen ist nicht groß, wanns viek ist, sowird es mit Vorstädten und allem etwa zweyhundertFeuerstätte haben. Eö hat einen länglich viereckigtenMarkt, dessen Morgenseite die gemauerte Pfarrkirchenebst Kirchhof, der ebenfalls mit einer Mauer umge-ben