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der Kalte wegen dergestalt halb tob bleiben,weil sie in der That einen merklichen Gradder Kalte zu ertragen vermögend sind. Esmuste, gedachte ich, ein besonders eingepflanz-ter Trieb der Natur die Ursach dieser lan-gen Ruhe sein. Ich war daher zu wissensehr begierig, ob in den wärmeren Gegenden,wo kein eigentlicher Winter, sondern nur dieAbwechselung trokkener, und feuchter Zeitist, diese Thiere gleichfals auf einem dem Ster-ben änliche Art entschliefen. Ich habe langevergebens darnach gesucht. In allen Bandenderalgemeinen Reisebeschrcibungen ; woselbstohnedem die zur Naturkunde gehörige Sa-chen nicht alzu richtig oder auch alzusparsamangebracht sind ; fand ich , bei dem genaue-sten Nachsuchen, nicht eine Spur hieherge-höriger Beobachtungen. Endlich lerete michHughes, in der Naturgeschichte von Bar-bados, das sich, zwischen dem October undMärz, auch daselbst die Schwalben zwi-schen Felsenbölen verbergen. • (S. Gottin-gische Gel. Zeitungen aufs Iar 1751. s. 69.)Wie nun daselbst die Kalte die Ursache ihrerhalblangen Ruhe nicht sein kan, so werdenwir sie auch bei uns nicht dazu allein machenrönnen.
Es fragt sich also: ob man ein näheres da-von angeben könne, und welche solche sei? Ichsprach vorhin von einem Naturtriebe; aberehe wir dessen bewegende Ursache angeben,N 4 spre-