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Monatliche Beiträge zur Naturkunde / J. D. Denso
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203
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R (B) KL 2az

das diese Schlafsucht bei diesen Thieren ebenZu der Zeit erfolget, wenn es ihnen an Na-rungsmitteln felen würde. So bald demkleinesten Ungeziefer das Laub zu strenge, unddie dünnesten Grashalme für sein - zartes Ge-bis zu harte werden, so spinnet es seine Eiför-mige Ruhekammer, oder vcrbirget sich in Klüf-te und Erdlöcher, um daselbst eine glükseli-ge Veränderung zur Volkommenheit und einneues Leben abzuwarten. Bei gröffern Thie-ren, und bei Vögeln, deren meiste Narungienes kleinere Ungeziefer war, ergehet es ebenalso; und so bald ihnen ihre Narung entge-het, nahet sich die Zeit ihrer langen Ruhe her-bei. Es ist nicht nötig, das diese Thiere sol-ches durch lange Überlegungen erkennen;nein: die Natur füret solche auf dem kürzestenWege. So lange sie ihnen bequeme undangeneme Narung antreffen, so lange sätti-gen sie sich mit unablässiger Begierde; dassie alsdenn, wem es an derselben zu gebrechenanfangt, schon dergestalt gefüllet sinddassich der durch Ausdenung ermüdete Körpervon selbst zum langen Schlafe bequemet/Dieses ist alsdenn ausgemacht wahr, wennsolcher auch an den Oertern erfolget, da essonst an Narung nicht felen dürfte.

Der Geerte Leser lasse mich Hiebei überden Mangel einiger Erfarung meine Klageanstellen. Ich weis nicht, ob in warmenLandern die Raupen :md das geflügelte Ge-schmeiß