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will von dem Aufwands nicht reden, welcherzur Anschaffung solcher naturalisirten Schrif-ten nöthig ist. Mich dünkt, für die, welchedie fremde spräche verstehen, ist die angewen-dete Mühe und der beregte Aufwand völligvergebens: dann es bleibet doch alleinal ge-wiö, daß eine Schrift, in des Urhebers Spra-che am zuverlässigsten und angenemsten zu lesensei. Ich weis, daß man hingegen die Ent-schuldigung macht: die ausländischen Schrif-ten waren so kostbar, man schaffe sie durchÜbersetzungen wolfeiler. Wann ich eine unddieselbe Waare unverändert und unverfälschtfür einen geringern Preis haben kan, so ist derwolfeilere Kauf klüglich und vorteilhaft gethan: i
so bald ich aber die geringste Aenderung derGüte finde, was habe ich bei dem geringerenEinkaufe gewonnen? Ich will ohnverblümtsprechen. Wo ich in der Übersetzung den ge-nauen Sinn der Urschrift nicht allein öfters |nicht, sondern wol gar das Gegenteil finde:wo ich zuweilen in solche Dunkelheit gerathe,daß ich da, wo ich die eigne Sprache des !Schriftstellers nicht bei der Hand habe, kei- ;nen Verstand herausbringen kan: da habeich mit dem wolfeilern Preise nicht den gering-sten Vorteil magst, sondern ich verliere offen-bar, wann ich, der Zuverlässigkeit wegen, dasOriginal nothwendig haben und zu rathe zie-hen mus. Gesezt auch den Fall, daß es rr#
der Schrift selbst noch leidlich erginge, - so w^'
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