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Beschreibung der berühmten Uhr- und Kunstwerke am Altstädter Rathhause und auf der Königl. Sternwarte zu Prag ... / Anton Strnadt
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jemanden befragen sollte, ob alles von diesem vorhandenen Uhrwerk so zuGrund gerichtet sey, daß man gezwungen wäre, die Platten-Löcher derUhr zuzumachen, und das ein paar Jahrhunderte lang bewunderte Automvöllig zu zerstören, um ein paar Schock Groschen (die nicht zu Bezahlungder Ziege! zureichten) zu gewinnen. Herr Fischer war es, der durch mich,mit Zuziehung des Uhrmachers, das vorhandene Räderwerk untersuchenließ, und unserm abgestaueten Bericht zufolge den Vortrug beym Senatemachte, daß der bürgerliche Präger UhrmacherLandcspergcr sich verpflich-tete, aus dem alten Gerippe eine neue Kreatur zu schaffen, wie er solcheswirklich nun zu Ende bringt; dieses sey zum Dank des achten Patriotismusgeschrieben, und zur Warnung: daß man nie nach dem ersten Anblicke ei-ner Sache das Urtheil voreilig falle, unüberlegt ökonomisire, und Denk-würdigkeiten eines ganzen Landes, aus Uebereilung und unbedeutender Er-sparung, oder aus einem Vorurtheil sogar, zernichte.

Johann Taborsky, von Ahornberg bey Tabor, hinterließ uns in ei-nem vortrefflichen Manuskripte, so er dem damaligen Magistrate zueigne-te, eine pünktliche Beschreibung des sehenswürdigen Automs, auf demAltstädter Rathhause, mit folgenden Ausdrücken:')

A 2 Das

*) Dafi dieses Manuskript eines der schönsten Böhmischen Handschriften aus demsechzehnten Jahrhunderte sey, und allerdings nach seinem ganzen Umfange ge-druckt zu werden verdiene, weil es der reinen und körnichten Sprache wegen fürden Böhmischen Philologen und Liebhaber, so wie seines Inhaltes wegen, fürden Künstler ein gewiß interessantes Werk ist, bezeugen alle hiesige Kenner derAlterthumskunde. Es bestehet aus vierzehen pergamenen beschriebenen Blat-tern, in groß Quart; die erste Seite enthalt eine Vorrede, die aus fünf Böhmi-schen saphischcn Strophen bestehet, auö denen zu ersehen ist, daß das Buch im

Jahre