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sonst übliche Methode, die Planetenstunden in die nun gewöhnlichen Stun-den zu verwandeln, ist diese: weiß man aus dem Kalender die Tageslange,so theile man solche in 12 gleiche Theile, um die Größe oder Dauer einerPlanetenstunde zu erhalten, diese gefundene Dauer wird mit der Zahl derPlanetenstundc multiplizirt, das Produkt wird zu der Aufgangsstunde derSonne desselben Tages addirt, und die Summe giebt die gesuchte Civilstunde.
Unter dieser Planetenstundcntafel ist auf einem Gesimse eine Halbst-gur, (die den Künstler vorstellen soll,) in einer Hand halt sie einen Maaß-stab, mit dem sie auf das Planisphar, wo das Zifferblatt der Uhr ist, zei-get, welche den zweyten Absatz der Hauptfronte ausmacht. Aufdieser wich-tigsten Platte des Automs kommen folgende Stücke vor: Erstens ist andem Rande der Grundplatte der bewegliche Zifferring mit vergoldeten gros-fenZiffern von l bis XXIV, an welchem dieböhmifchcnStunden gezeigtwer-dcn; die böhmische Uhr schlug sonstcn allemal 24, wenn die Sonne unter-gegangen; nun aber zeiget nur solche der Sonnenzeiger an; obschon einneues Schlagwerk ebenfalls angebracht ist, um nur zu der Zeit die Stundenschlagen zu lassen, wenn man solches für nothwendig findet. Da nun zuAnfange des Winters (den 21. Christmouats) die Sonne in Prag um z Uhr55/ untergehet, so muß auch die Zahl 24 des beweglichen Ringes gleich ne-ben l V der gemeinen Uhr stehen; am Tage der Tag- und Nachtglciche (den20. März und 22. oder 2z. September) kömmt diese Zahl 24 des bewegli-chen Ringes mit der deutschen Stunde Vi überein; und an dem Tage derSommer-Sonnenwende, den 21. Iunii, da der allerlangste Tag bey unsist, stehet solche bey der VIU Nachmittagsstunde.
Der deutsche Zifferring, welcher in zweymal 12 Stunden getheilt ist,den man sonst gewöhnlich den halben Schlag genannt hat, ist an der Grund-platte