In ncncrn Schriften findet man hin und wieder Beschreibungen sol-cher Maschinen, dergleichen jene von Huygcns ist, die man in seinen hin-terlassenen Schriften findet; ferner jene, die im ersten Bande der Maschi-nensammlungen der K. Pariser Akademie vorkömmt; aber beyde zeigennur nach der Handanlcgung die Bewegungen derPlaneten an. DerWohl-ehrwürdige P. Johann Klein '), nachdem er zuvor verschiedene vortresti-che Maschinen verfertiget hatte, nahm sich vor, ein solches PlanetarischesAutom zu verfertigen, welches nicht nur beständig, durch die Federkraft inBewegung gesezt, den jedesmaligen Stand der Planeten, sondern auchnoch viele im Kalender vorkommende Dinge, niedlich und genau anzeigensollte. Die Beschaffenheit dieses Kunstwerks soll diese kurze Beschreibungnach dem ftel. Stepling (seinem lateinischen Aufsatz vom Jahre 1751 ge-mäß) darstellen.
Die erste Seite dieser Uhr (siehe die Platte dlo. I.) stellt in der Mittedes Planiglobs die Erdkugel dar, baun in einer kleinen Entfernung denMond sammt seiner Bahn; in einer größer» Entfernung aber die Sonne,als die Duelle des Lichtes, wie es das Tychonische Weltgebäude erfordert;um die Sonne sind die Bahnen des § Merkurs und der? Venus, dann fol-gen die des Mars, L Jupiter und k Saturnus, so zwar: daß die Bah-nen des Merkurs und der Venus die Erde nicht einschließen, wohl aberdie Bahnen der drey obern Planeten, des 6", A- und h.
E 2 Diese
*) k. Johann Rlein ist zu Kamm'ß in Böhmen, im Jahr 1684. den 25. Jui. ge-boren; wurde Jesuit im Jahre 172z.den 9. Oktober; Vorsteher des mathrma«tischen Musaums im LolieAic» LIeiuemiuo zu Pmq, vom I. 17z2. bis 1762.wo er am r;. Jänner gestorben, und eine ansehnliche Menge von Kunststückenzum ewigen Gedächtnisse seines Namens hinterlassen hat. Siehe Herrn pel-zcls lVen Theil der Abbildungen der Böhmischen und Mährischen Gelehrten, p.137—142.