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Architekten Merlan in Basel und Eyeliner in Neuenburg die Kollaudation vorgenommen. DieExperten erklärten: „dass der Bau nicht nur dem vereinharten und in der Folge bedeutenderweiterten Programme und den genehmigten Plänen entsprechend amgeführt, das Gebäude seinemZwecke entsprechend und gehörig eingerichtet, sondern dass überdies auch die äussere Ausstattungdes Gebäudes mit einer Liebe und einem Kunstsinn ansgeführt sei, welche für künftige öffent-liche Hauten in unserem Vaierlande ah nachzuahmendes Beispiel aufgestellt werden dürfe“, undder Bundesrath nahm in seinen Kollaudationsbeschluss vom 24. August 1806 den Passus auf:„der Bundesrath spricht dem Kanton Zürich für die ausgezeichnete Erfüllung der übernommenenBaupflicht seine volle Anerkennung aus“, — natürlich aber ohne Präjudiz für später auftretendeBedürfnisse. — Die Baukosten des Hauptgebäudes beliefen sich, mit Inbegriff der Kosten fürAusschmückung der Aula, in Folge der rasch gesteigerten Preise, auf 1,836,372 Fr., anstatt dervorgesehenen 1,347,336 Fr., -- die sämmtlichen Baukosten für beide Gebäude, inklusive derUmgebungsarbeiten und der Administrativkosten, auf 2,260,016 Fr. anstatt der btidgetirten1,700,000 Fr., so dass eine scheinbare Kreditüberschreitung von 560,016 Fr. vorlag, welche jedochin Wirklichkeit durch einen Beitrag des Bundes an die Aula und den beträchtlichen Mehrerlösfür die durch den Bau entbehrlich gewordenen Liegenschaften auf 180,000 Fr., d. h. auf etwa8 °/o der Bausumme, reduzirt wurde, und somit gegenüber der allgemein befriedigenden Leistungleicht zu verschmerzen war.
Fast gleichzeitig mit dem Bau dos Polytechnikums wurde auch derjenige einer Sternwartein Angriff genommen: Bei Eröffnung der Schule war von Zürich für die in den Hnterrichtsplanaufgenommenen astronomischen Hebungen die kleine Feer’sehe Sternwarte bei der ehemaligenKronenpforte zur Verfügung gestellt worden 1 ), und dieselbe konnte bei der damals noch kleinenSchülerzahl auch wirklich zur Noth genügen, obsclmn der Kaum zu beschränkt war, um auchnur die bereits angeschafften Apparate vollständig aufzustellen. Als dann aber die Schule sichrasch ausdehnte und zudem die Astronomie für die Ingenieurschüler zum obligatorischen Fachewurde , ging es absolut nicht mehr, und wiederholte Eingaben von meiner Seite veranlasstenschon im März 1857 den schweizerischen Sclmlrath, zu beschliessen, „es sei Prof. Wolf ein-geladen, dem Sclmlrathe ein Gutachten sammt Kostenberechnung betreffend Erstellung und Ein-richtung einer Sternwarte für den Fall, dass bloss das dringendste Bedürfnis» für den Unterrichtan der Anstalt befriedigt werden wollte, und hinwieder für den Fall, dass dem Fache derAstronomie eine weitergohende Beachtung eingeräumt würde, beförderlich vorzulegen.“ Da ichnatürlich darauf dringen musste, es sei einem Neubau eine auf längere Zeit genügende, undwenigstens kleinere wissenschaftliche Arbeiten ermöglichende Ausdehnung zu geben, ja damit(was damals noch Manchen als extravagant erscheinen wollte) eine Wohnung zu verbinden, sokonnten sich die Behörden zu jener Zeit noch nicht, zur sofortigen Ausführung entschliessen,zumal die Ausmittlung eines geeigneten Platzes nicht leicht war. — Eine neue und günstigeWendung trat ein, als es mir im Herbst 1859 mit Hülfe meines, leider kürzlich verstorbenen