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Hülfe von Durchbrüchen. Es ist rathsain, beide Mittel anzuwenden und daraufBedacht zu nehmen, daß dabei die vorhandenen malerischen Schönheiten nicht nurgeschont, sondern womöglich gehoben und vermehrt werden.
Borschläge für die Fluchtlinienrsgulirungen der bestehenden Straßen im Ein-zelnen zu machen, halte ich nicht für meine Ausgabe; es möge nur von einer zuweit gehenden Begradigungswuth gewarnt sein, mit der die Neuzeit alle Eigen-thümlichkeiten und malerischen Pointen ihrer alten Straßen abzuhobeln liebt, auchhäufig da, wo mit einer geschickten Regulirung der Fahrbahnen und PflasterungenGenügendes zu leisten wäre.
Dagegen sind einige Vorschläge für die Anwendung des zweiten Mittels zumachen:
Der lebhafteste Verkehr bewegt sich, von dem Eentralbahnhof ausgehend, inder Richtung von Westen nach Osten und belastet vorwiegend die Bayerstraße,Neuhauserstraße und Aaufingerstraße. Es wäre ein Jammer, wenn man dieAaufingerstraße zu einer modernen Avenue des Marienplatzes umwandeln wollte,denn der malerische Reiz beider würde durch solches „offen machen" verlorengehen. Es ist deshalb zu empfehlen, eine Entlastung dieses Straßenzuges herbei-zuführen durch die Erschließung einiger parallelen für großen Verkehr. Dafürbieten sich die Herzogspitalstraße als westliches und die Frauenstraße als östlichesEnde fertig dar, und es würde sich darum handeln, das östliche Ende der einenmit dein westlichen Ende der andern in geeigneter Weise zu verbinden. Das Alt'Heimereck würde dabei zu einem interessant gestalteten Platze werden, und die Rosen-thalstraße müßte eine erhebliche Erbreiterung erfahren Zur direkten Verbindungdieses Straßenzuges mit dem Bahnhof, und zur Entlastung der Bayerstraße wirdwahrscheinlich bestens die Schommerstraße zu benutzen sein, in deren westlicher Ver-längerung dann ein Durchbruch stattfinden müßte mit einer südlichen Erweiterungdes Bahnhofplatzes. Auch in stidnördlicher Richtung wird mit der Zeit der Ver-kehr breitere Bahnen verlangen, als sie jetzt vorhanden sind. Auch hier mögeman die aus den Marienplatz führenden Straßen thunlichst schonen, damit die Ge-schlossenheit des Marienplatzes nicht verloren gehe; auch hier wird aus die Her-richtung eines Parallelstraßenzuges Bedacht zu nehmen sein. Derselbe könnte viel-leicht von der Sendlingerstraße abzweigen, den Frauenplatz kreuzen und die Richtungaus den Wittelsbacherplatz zu nehmen. Ein dritter Vorschlag geht dahin, denRing, der die Altstadt in vornehmer Weise westlicherseits umgiebt, zu vervollständigen.Au dem Zwecke würde die Schrannenhalle zu beseitigen sein, und an ihre Stellewürden gärtnerische Anlagen treten können. Weiterhin würde der Ring dem zuüberwölbenden Pfisterbache folgen und endlich in die Maximilianstraße einmünden.
Schließlich sei noch auf einen Straßendurchbruch, der in nordwestlicher Ver-längerung der Fraunhoserstraße geplant ist, aufmerksam gemacht.
F) R?. cf. »Sjnck kür clie neueren Ltuclttbeile Nen6erun§svor8cbl3.^e ru mucben?«
/N Darauf verzichte ich, weil man noch nicht wissen kann, wie die weitere Bebauungsich gestalten wird, und welche Bedürfnisse dann eintreten werden.
»Wus bietet clie lckmAebunA cler Ltuclt für clen LebauunZspIun Deucbtens-wertbes clar?«
f?.Die Umgebung Münchens , soweit sie in den Bereich des Bebauungsplanes zuziehen sein dürfte, zerfällt in sieben Theile, deren jeder Eigenthümlichkeiten besitzt,die zu gesonderter Behandlung herausfordern.