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[Band 1.]
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des Hrn. Johann Friedrich Reiz. z

gefallen; welche ihn zum Verwalter ihres Witwen»sihes, der Herrlichkeit und des Schlosses Wisch, nahean dem Flecken Sterburg, im holländischen Geldern,bestellete. Hier lebete der alte Reiz mit sieben Kin-dern in vielem Vergnügen, und nahm zugleich einigerwohlhabenden Leute Kinder aus der umliegendenNachbarschaft in seine Unterweisung, auch zum Theilin die Kost. Damit aber unser Gelehrter in seinenStudien desto besser fortkommen möchte, sandte erdenselben nach Wesel. Er genoß daselbst in demHause des Doctorö der Rechten und Scheffens, Job.vonSrockum, nebst dessen Söhnen, (von welcheniho der älteste gleiches Namens als königlicher Rc-gierungsrath und Richter daselbst steht,) die treueUnterweisung des Candidaten Gchniids, nachge-hends Predigers zu Lippstadt, sowohl in der latei-nischen und griechischen Sprache, als auch in der Erd-beschreibung. In Nebenstunden erlernte er zugleichdie Ton. und Rechenkunst, und nahm auch die Zei-chenkunst bey seinem Hauswirthe, dem Mahler, Job.v. d. Mark, mit. Dieß dauerte drey Jahre, näm-lich von 171g bis 1711.

Um diese Zeit verfehle höchstgemeldete Fürstinn ih-ren Aufenthalt nach Utrecht, und verkaufte ihreHerrlichkeit Wisch an den Markgrafen Albrechtvon Brandenburg. Und dieß war die Gelegenheit/daß der alte Reiz sich mit seiner Familie nach Weselbegab; allwo er eine lateinische Kostschule aufrichtete,welche einen so gesegneten Anwachs hatte, daß ihmnicht allein viele vornehme clevifche Herren ihre Söh-ne anvertrauten, sondern ihm auch aus Frankfurt,und andern auswärtigen Oercern, Lehrlinge zugesendetA r wurden.