Band 
[Band 1.]
Seite
33
JPEG-Download
 

des Hrn. Lconhard Offerhaus. zz

druckt wurde, mir vielem Bevfall an. Sein ehema-liger Lehrer, Herr FVcsterhof, legte dabey ein Zeug-niß seiner unekloschnen Liebe ab, indem er ihn mit ei-nem lateinischen Gedichte ;u diesem seinem ersten Am-te Glück wünschete. In dem Anfange desselben redeter ihn folgender maßen an:

Te, quern Pieridcs finxere et pulcer Apollo,Certarim Charitesque des, cum Pallade docta,

Te canimus, Leonarde, tui genitoris imago,Moribus, ore, animo, virtute.

Sein Fleiß und Geschicklichkeit im Lehren, sein aus«nehmender Wandel und seine wohlgerathene Schriftenerweiterten seinen Ruhm gar bald, und, nachdem ereinige Vorschläge ins Predigtaml von der Hand ge-wiesen hatte, erwähleten ihn nach dreyen Jahren dieCu-ratoren der Universität zu Groningen, die Profes-sion, welche er zu Längen hatte, alldort zu bekleiden.Nach erhaltener Erlaffung von dem berlinischen Ho-fe begab er sich dahin, und hielt den neun und zwan-zigsten des BrachmonatS 1723 seine hernach ge-druckte Antrittsrede de Antichristo in utero, sive decausiis incrementi Antichristi fex prioribus feculis.

Während dieses Amteö hat der Herr Professorzweymal die Würde eines Rectoris Magnifici, welcheauf dortiger Universität jährlich umwechselt, bekleidet.Das erste mal 1738, nahm er dieselbe mit einer Redede antiquitate Inachi contra Perizonium ad mentemEufebii an, und legte sie mit einer andern de CaroliCrasii alternante fortuna et imperii Francici disiblu-tione, den dritten Sept. des folgenden Jahres nieder.Im Jahre 1745 wurde er zum zweyten male dazu er-wählet, und redete bey Uebernehmung des academk-Neu Gel. Europa l.TH. C scheu