96 Die Geschichte
von väterlicher Seite, 'Johann Dodöri-ge, wa r einervon den zweytausend Predigern, die 1662 ihrer Aemterentsetzet wurden, weil sie so genannte Nonconsornristenwaren, und sich der kirchlichen Verfassung nicht un-terwerfen wollten, die von einigen bösen Politicis, vor-nehmlich in der Absicht war verfertiget worden, einesolche Veränderung im Lehramte, und eine solche Artder Kirchenzucht ein zuführen, die ihrem Interesse amzuträglichsten, und sonderlich darauf eingerichtet war,diejenigen zu demüthigen, die sich bey der Vertheidi-gung der öffentlichen Freyheit, bey welchem Sturme diestuartische Familie gefallen war, am eifrigsten bewie-sen hatten. Die Sache verhält sich also: Als KönigCarl II aus dem stuartischen Hause nach CromwellöTode wieder empor kam, suchte er die bischösticheKirche, die unter dem Interregno sehr gedruckt war,wieder empor zu ziehen. Er rief i66i daö Parlamentzusammen, und ermahnete es in einer Rede, den Kir-chenfrieden wiederherzustellen, und die Episcopale» undPresbyterianer zu vereinigen. Es wurde eine Uni-formitätSacte aufgesetzt und eine Liturgie vorgeschrieben,darnach sich alle richten sollten. Die Presbyterianerfanden sehr viel Misfälliges in der Acte so wohl, alsin der Liturgie. Sie thaten daher Vorstellungen, sogut sie konnten; allein es half nichts: dagegen wardder Tag Bartholomai 1662 angesetzet, an welchem derGottesdienst in allen Kirchen auf die vorgeschriebeneArt gehalten werden sollte. Der Tag kam herbey,und es fanden sich ihrer 2200, die lieber ihre Aemterverlieren, als eine Acte wider ihr Gewissen unterschrei-ben wollten. Um dieser Begebenheit willen heißt derTag noch itzt in Engeland der schwarze Bartholomaus.