des Hrn. Gottfried Schwarz. 179
man schon groß darauf. Wer an einem Orte lebt,wo die Religion vermischt ist, kann am besten davonnachsagen. Vernünftige Leute sehen gar wohl ein, daßein Gelehrter, als Gelehrter, allerdings Freyheit habe,mit Leuten von einer andern Religionspartey zu cor-respondiren. In so fern scheint die Sache nichts aufsich zu haben. Allein, es kann auch wider die Ab-sicht eines Gelehrten, wenn ers gleich nicht denkt, amunrechten Orce ein Misbrauch gemacht werden.Mit diesem Urtheil wird man hoffentlichzufrieden seyn.
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Geschichte
des
Hrn. Gottfried Schwarz,
Doctors der Weltweisheit und Theologie, Superintende»«tens der Grafschaft Schaumburg, ersten Professors derGottesgelahrheit und Beysitzers des Consistorii aufder Academie zu Rinteln.
verschiedene Gelehrte, die Ungarn für ihr Va-terland erkennen, haben gegenwärtig dasGlück, auf deutschen hohen Schulen öffentlicheLehrämter zu bekleiden. Zu solchen gehöret auch HerrGottfried Schwarz, mein Vorgänger, in meinemihigen Amte. Sein Geburtsort ist die freye Berg-stadt Iglau im Zipserlande in Oberungarn, welche
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