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des Hrn. Laur. Reinhards.
dessen Studia Gott segnen, und durch seinen Geistihn auf ebener Bahn der Gottseligkeit erhaltenwolle.
§. 20 .
Was meinen characterem animi anbetrifft, so binich von Natur ein sanguineo - cholericus ; welchesTemperament die heiligmachende Gnade Gottes zuvielerley Arbeiten gebraucht hat. Keine Arbeit wirdmir sauer, so lange ich, bey einem sehr ordentlichenjeden, die Regel beobachte: doimi, quantum satis1 est. Ueber Grobheit und Ungerechtigkeit zürne ichzwar, aber nach Pauli Regel Ephes. 4, 26. coll.Ps. 4, 5. Gleichwie ich gegen jedermann höflich undaufrichtig bin: also prärenbire ich dergleichen hinwie-derum von meinem Nächsten. Kreuz, Neid und Ver-! folgung habe, (um des Guten willen, ) genug ausge-1 standen; aber Gott hat mir bey sehr eingeschränktenGlücksumständen dennoch immer einen felsenfestenMuth gegeben. Sonst steht mein character animi (*),was die Theologie anbelanget, in meiner Vorredezur dritten Edition meiner Theologie Dogmatica; mitfolgenden Worten: „ Ortbodoxiam atno pietatis ge-„ nitricem, et moderationi theologica (**) studeo. Ve-„re orthodoxos colo atque honoro: haretifices spei-■ „no atque contemno : temerarios in sanctissima di-! „sciplina novatores odio prosequor atque devitora-} „ tione
(*) Die, so mich genau kennen, haben mir vor aller Weltdas Zeugniß gegeben. Siehe Herrn D. Rrafrs Nach-richt. von neuen theol. Büchern tom. 2. pag.341. unddie Jenaischen gel. Zeitungen 1749. pag. 114.
(**) Dieß hat auch meine Bücher beliebt gemacht, welcheich ohne alle Bitterkeit wider die Irrenden aeschrio»den.