Band 
[Band 1.]
Seite
294
JPEG-Download
 

294 Die Geschichte

rers in denen morgenländischen Sprachen, undRingiers in der Gottesgelahrtheit bey. Nach die.fein besuchte er in der Durchreise zu Basel den be-rühmten Eselin, Bernomlli, und andere gelehrteMänner. Verschiedene itzige Professoren zu Bern undBasel sind damals seine Mitschüler gewesen.

Als er in sein Vaterland zurück gekommen war,wurde er den sechs und zwanzigsten März 1732 vondem Kirchenrathe zu Heidelberg examiniret, undunter die Anzahl der Candidaten des Predigtamtesaufgenominen. Gleich darauf gieng er nach N?ar-purg, und war bis im September ein fleißiger Zu-hörer der großen Männer, Airchrneyer und U)ols;wessen lchteren Lehrsätzen er auch hernachmals eifrigangehangen. Von Marpurg zog er nach Halle,genoß daselbst der treuen Anführung seines Oheims, ,des nunmehro seligen HospecbigerS, H. pauli,hörete die Instituten und das Recht der Natur beydem sei. Fleischer, wie auch das canonische Rechtbey dem vortrefflichen Böhiner, und erwarb sich ineiner öffentlichen Dispucationsübung über die allge-meine Gnade, einen nicht geringen Ruhm; welcherihm doch iht ein Ekel ist, weil das Werk nicht recht-schaffen und lauter war in Christo.

Kaum hatte er das zwanzigste Jahr erreichet, sowar man schon auf seine Beförderung bedacht, undes geschahe, daß er, vornehmlich auf Empfehlungdes Herrn Pros. Schramm, bey Jhro hochfürstlk-chen Durchlauchtigkeit zu Dillenburg, den ein unddreyßigsten März 1733 den Rufzum außerordentlichenLehramt« der Weltweisheit an dem akademischen Gy-mnasio zu Hcrborn erhielt, welche den achten De-cember