344 Die Geschichte
Er belustigte sich weiter mit Betrachtung der Ge-gend, welche ehedem Pausilypus genennet worden,ließ das Grab des pirFilius, und das dabey befind-liche kunstreiche Grabmaal des berühmten DichtersSannazarms, abzeichnen, auf dem mergillinischenBerge, allwo ehemals Acrius sein angenehmes Land-gut gehabt. Zu Neapel nahm er einen Abriß desGotteshauses, welches ehedessen Joh. Jovianuspomanus, der heil. Jungfrau und dem EvangelistenJohannes zu Ehren hatte aufrichten lassen. Es ver-droß ihn, daß er es ihr in einen Schusterladen ver-ändert sahe, und er verfertigte einige jambische Versedarüber, welche sein großer Freund, der geschickteper. plaming, seiner niederdeutschen Geschichte desSannazarrus eingerücket hat. Täglich fand er sichüberdem in denen Bibliotheken ein, und hatte vielenUmgang mit den Gelehrten Laluppi und Valetta,bey welchem letzter» ihm auch die Ueberbleibsel desberühmten Büchersaale gezeiget wurden, so dessenGroßvater gestiftet, itzt aber im Besitze der Brüder-schaft des heil. Philipp pleri ist.
Im November nahm er wiederum den Weg nach5\om, und blieb den ganzen Winter daselbst. Inder vaticanischen Bibliothek schrieb er die noch nichtan das Licht gestellere .nirtiolo«chun Grxcam ab, undverglich die herausgegebene mit der uralten ehemalsHeidelbergischen Abschrift, besähe auch alles dasjenigein der Stadt nu't genauer Aufmerksamkeit, woben ersich bey seinem ersten Aufenthalte nicht genug hatteverweilen können. Nebst seinen vorigen Freunden,Lonranini und Branchini, erwarb er sich auch dennäheren Umgang der Cardinäle,<vttoboni,poliI,,ae
und