498 Die Geschichte
dieses zu beweisen, > Cor. 12. v. 1. anführet. Inderzweyten Abhandlung vertheidiget er seine Meynungvon der Unvcrweölichkcit des Leibes Christi; er leitetnämlich die Abwesenheit der angehenden Verwesungnicht aus der persönlichen Vereinigung der beydenNaturen in Christo her, sondern aus andern innerli-chen und äußerlichen Umstanden, ob er gleich zugiebt,daß wegen dieser persönlichen Vereinigung der Leibdes Erlösers nicht habe verwesen können. DieseUmstünde, worauf sich Hr. Earpov beruft, sind1) die gute und gesunde Leibeßbeschaffenheit, so ausseiner Ünsündlichkeic floß; 2) der gewaltsame Toddesselben; 3) der Verlust des Geblütes; 4) die Einbal-samirung; 5) das kühle und trockene Grab. Erschließt: Weil diese Ursachen zureichend geDsen,die angehende Verwesung zu verhindern, so wäre esunnörhig, sich Hiebey auf eine übernatürliche Wirkungder persönlichen Vereinigung zu berufen. In derfolgenden Abhandlung werden die Einwürfe unter-suchet und abgelehnet, so Hr. Becker wider dieseMeynung in ziemlicher Anzahl vorgetragen hat.In der vierten Abhandlung erkläret sich Hr.Carpovüber den Vorwurf, daß er in seiner Theos. Revel. dieLebendigmachung deS Erlösers nicht ausdrücklich derMenschheit desselben zugeschrieben hätte; er zeigetnämlich, daß dieses aus seinen daselbst erwiesenenSähen von selbsten fließe. In der fünften behauptet«r, daß die Höllenfahrt des Erlösers nach der Aufer-stehung desselben zu setzen sey. In der sechsten end-lich wird erwiesen, daß in der bekannten Stelle Phil.Ll, 9. die Kivaxru, oder die Aeußerung des Gebrauchsder göttlichen Eigenschaften, in so fern selbige dem
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